Transcript: Open Source
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Ja, hallo liebe Hörerinnen und Hörer und willkommen beim Python-Podcast in der 21. Episode. Schön, dass ihr alle wieder reingeschaltet habt. Heute geht es bei uns um Open Source. Ich bin der Dominik, da vorne ist der Jochen und wir haben heute den Reimer zu Gast. Hallo Reimer.
Hallo zusammen.
Ja, was machen wir heute? Wir haben einige Sachen letztes Mal vergessen zu erzählen, machen wir diesmal aber auch nicht.
Dafür versuchen wir diesmal direkt zum Thema zu kommen und euch ein bisschen zu erzählen, worum es bei Open Source so geht.
Ich habe die Struktur für heute gar nicht so mitbekommen, nicht so richtig vorbereitet.
Dann müsste der Reimer direkt erzählen vielleicht, was er heute erzählen möchte und der Jochen.
Ja, oder vielleicht kann sich der Reimer einfach erstmal kurz vorstellen, weil den kennt er, also wir kennen ihn.
Ja, dann hallo Reimer.
Hallo, ja, ich bin der Reimer Bauer und ich arbeite am Forschungszentrum Jülich als Programmierer.
Habe da aber als Chemielaborant angefangen und dann halt durch viele Fortbildungen meinen Traumberuf gefunden.
Und ich hatte halt das Glück zu einer Zeit anzufangen, als es quasi noch gar keine PCs in der Art, wie wir sie heute kennen, gab.
Und dann im Labor haben sich so langsam so digitale Verfahren da einzugefunden.
Ich hatte aber schon zu Hause so das Hobby, zu programmieren.
Und dadurch hatte ich so eine Chance, das dann da auch zur Wirkung bringen zu lassen.
Die ersten Programme waren so Chromatographie-Programme zur Auswertung, die ich dann geschrieben habe.
Dann hat das hinterher einfach so viel Spaß gemacht, dass ich immer mehr aus dem Laborbereich in den Bürobereich gewechselt bin.
Ja, irgendwann ist das dann mein Beruf geworden.
Ja, voll gut.
Und genau, ja, wir wollten uns heute über Open Source
und natürlich dann irgendwie im Kontext von Python unterhalten.
Und wann war das denn bei dir,
dass du irgendwie auf Python aufmerksam geworden bist
oder dich in die Richtung orientiert hast?
Ja, ich habe dann halt,
also im Endeffekt ist das durch die Arbeit gekommen,
dass wir uns überlegt haben,
wir brauchen ein System, wo wir einfach dokumentieren können.
Und ich kannte da Open Source in dem Sinne noch nicht ganz wirklich so.
Wir haben zwar schon selber Sachen unter Open Source Lizenzen veröffentlicht,
aber das war ja quasi nur so im Arbeitsumfeld.
Und ich habe dann halt erstmal ein Moin Moin entdeckt.
Und das war so einfach zu installieren und zu benutzen,
Dass wir das halt dann bei uns als Wissensdatenbank über viele Institute verteilt haben.
Was hast du entdeckt? Neun, neun?
Moin, moin.
Moin, moin.
So wie aus Ostfriesland, da kennt man ja dieses Wort Moin.
Ja, mit Moin, Moin bist du schon ein Schwätzer, habe ich gehört, ja.
Und da bist du mit genau und das ist ja so in der Wiki-Web-World, da braucht man immer solche Camel-Case-Namen, die man schön zusammenschreiben,
damit dann daraus dann automatisch eine URL generiert werden kann.
Ja, und dann hatte Jürgen Hermanns, der das Projekt gegründet hat,
der hatte nichts Besseres wahrscheinlich entdeckt, was er nehmen kann,
und hat dann diesen Namen dafür gefertigt.
Und was ist das genau?
Das ist ein Python-Projekt, wo du halt im Endeffekt dir,
Du kannst dir einen Webserver vorstellen, wo das drauf läuft und jede URL, die du ansprichst, die es nicht gibt,
da bietet es dir dann einen Dialog an, wie du dann so eine Seite erstellen kannst.
Da kannst du dann ein Template benutzen, um die auszufüllen.
Du kannst halt sehr schnell Informationen in einem Markup schreiben oder kannst Bilder einfügen.
Also das kann man auch sich vielleicht so als ein ganz einfaches CMS vorstellen.
Und ja, damit bin ich halt in Berührung gekommen in den Anfängen,
als ich glaube, es war noch irgendwie Python 1 irgendwas, was.
Und es war natürlich noch nicht gerade die Version, die man dann so gelernt hat,
die vielleicht gerade aktuell war, sondern die Version, die dann dieses Projekt gebraucht hat.
Und ja, dann ging das halt, war ich halt erst mal nur Nutzer und irgendwann habe ich dann Fragen gehabt,
weil da fehlte was, was ich unbedingt haben wollte.
Ich wollte nämlich Gant-Diagramme malen.
Ich habe mir gedacht, das kann ja eigentlich nicht so schwierig sein.
Es gab ja schon andere so Parser, die das konnten,
wo man dann so Gant-Sheets generieren konnte.
Und ich habe dann einfach gedacht, ich schreibe mal auf die Mailing-Liste.
Ich hätte gerne ein Gant-Diagramm in 9.9 als Plugin.
Und dann ist halt erst mal was sehr komisches passiert,
was wahrscheinlich heute würde man vielleicht ganz anders weil man das vielleicht schon einfach einen
anderen einstieg hat dann reagieren dann ist erstmal wieder zurückgekommen ja das kannst du
doch selber machen und ja ich dann erst mal so ja aber ich kann nicht so gut halten ja das ist kein
problem das zeigen wir dir dann schon oder so ja und dann war ich halt ein bisschen hartnäckig
blieb das tatsächlich ausprobiert und hatte dann erst mal so ein paar sei geschrieben und dann so
ein plugin geschrieben und das war dann so gesehen das erste programm was dann wollen wollen die fast
an diese sachen gemacht hat ja und dann hatte ich irgendwann spaß gehabt solche plugins zu schreiben
und dann habe ich einfach ganz viele plugins geschrieben und ja dann haben wir uns glaube
ich in genf auf der europa halten haben wir uns dann das erste mal habe ich die anderen
Entwickler kennengelernt.
Also das ist halt auch das Schöne, dass man halt
auf so Konferenzen fahren kann
und
dann neben dem Programm, was
dann läuft, wo man sich ja dann
sehr günstig eigentlich auch fortbilden kann,
dann auch noch die Leute trifft,
mit denen man sonst nur geschrieben hat.
Und dann war das ein ganz neues Erlebnis.
Auf einmal hatten die
Leute, die man eigentlich nur von Text in
IRC kennt, ach ja,
IRC ist auch eine sehr interessante Erfahrung
gewesen, weil
Wir haben uns natürlich nicht in Deutsch unterhalten, sondern in Englisch.
Das heißt, eigentlich hat jeder von uns noch Englisch erheblich verbessert, zumindest das Schriftenglische,
weil man halt ständig mit Leuten auf der ganzen Welt schreiben musste und sich da ja auch irgendwie verständlich machen musste.
Und das war halt auch sowas, was ich aus dieser Zeit mitgenommen habe,
dass man sehr gut und sehr effizient alleine durch Text kommunizieren kann
und dass man eigentlich damit schon sehr weit kommen kann.
Und das Interessante war dann halt, danach hatten auf einmal diese Textbausteine,
die hatten auf einmal Stimmen.
Das heißt, wenn Thomas oder Alexander was im IAC geschrieben haben,
dann habe ich automatisch deren Stimme
gehört und das war halt viel vertrauter
nochmal. Ja, und das ist
dann halt auch in einer gewissen Weise
ja, sind wir dann über lange
Zeit halt zusammen im Projekt gewesen
und haben das halt dann
viele Sachen halt
dann entwickelt.
Das klingt spannend. Also du bist da auf jeden Fall auch schon einer der
alten Hasen hier. Ja, ja, ja.
Ich überlege, also
als ich Moin Moin gehört habe,
dachte ich auch so, oh super, da habe ich auch irgendwie,
da sind auch einige meiner
ersten Python-Erinnerungen verknüpft, ehrlich gesagt.
Und zwar, ich habe das damals
kennengelernt, da war das halt so die
Dokumentationsplattform
irgendwie bei Web.de.
Ich irgendwann 2001 angefangen habe zu
arbeiten und ja,
da hat auch Jürgen Hermanns hat da gearbeitet
und
hat das da wohl irgendwie
quasi anempfohlen,
als das kann man ja ganz gut dafür verwenden,
um halt irgendwie sozusagen die internen Prozesse
zu dokumentieren und Dokumentationen für die Software, die es da so
gibt, zu schreiben. Und
ja, da habe ich das auch kennengelernt. Ich habe das
dann irgendwann
auf meiner privaten
Webseite habe ich dann auch versucht, irgendwie so ein Wiki
habe ich dann Moin Moin installiert und dann
das
irgendwie da mit einzubauen.
Das habe ich dann irgendwann wieder aufgegeben.
Also wenn ich das richtig verstehe, also Moin Moin
kenne ich jetzt nicht. Das heißt, es ist tot, oder?
Gibt es das tatsächlich noch?
Das gibt es noch.
Und zwar ist
auch das PSF-Wiki ist immer noch auf
Moin Moin, Apecchi.
Python Software Foundation, wir müssen das ja immer erklären,
für andere Hörer, die nicht so viel
Verbindungen zu der Szene haben.
Ja, und auch noch
Apecchi Surfer, also es gibt noch eine ganze Menge
davon und
es ist halt auch schon
vor langer Zeit ein Prozess
gestartet, das mal komplett neu
zu schreiben.
Da haben wir
nicht erwartet, wie aufwendig
das dann doch ist
und wie viele andere Dinge man dann doch eigentlich auch noch machen möchte.
Aber das ist halt auch jetzt aktuell, da sind immer noch Leute dabei,
das ist halt so in eine viel neuere Version.
Also die Idee war halt, wie würde man denn das Problem heute lösen?
Also wenn man halt nicht erst auch noch die ganzen Bibliotheken schreiben muss,
die es damals auch nicht gab.
Das heißt, wir haben halt eine ganze Menge an zum Beispiel Templating-Engines
oder Microservices, die wir jetzt einfach nutzen können
oder auch JavaScript-Sachen, die man in Browsern einfach nutzen kann.
Das gab es ja am Anfang so gesehen gar nicht.
Da mussten wir halt quasi auch noch die Grundlagen schaffen,
damit wir überhaupt diese Software schreiben konnten.
Und, aber seit wann ist das irgendwie schon, seid ihr dabei schon das zu bauen?
Also ich bin, moin moin, glaube ich so 2003 oder so in Kontakt gekommen und ich glaube, ich weiß nicht, wir haben jetzt vor einigen Jahren, mindestens mehrere Jahre, also fünf Jahre oder länger als fünf Jahre ist das schon im Refactoring.
Aber es ist auf GitHub und das sind auch jetzt halt einige Leute, die halt da noch Sachen machen. Ich bin selber nicht mehr so aktiv in dem Projekt. Das ist halt auch durch andere Arbeiten, die ich gemacht habe, bin ich da eher so ein Gast. Ich schaue noch meine Issues an, aber ich habe nicht mehr die Zeit, da so viel dran zu machen.
Ja, ich habe auch so ein bisschen das Gefühl, dass das so etwas aus der Mode gekommen ist. Ich weiß gar nicht so genau, woran das liegt.
So Wikis generell?
Ja, sie sind irgendwie Teil von größeren anderen Geschichten geworden. Also zum Beispiel, was ich immer sehe, was Firmen oft verwenden, ist dann eben sowas wie Confluence oder so, halt diese ganzen Atlassian-Produkte oder halt eben, dass man halt Markdown verwendet bei GitHub oder eben GitLab, wenn man irgendwie als Firma das selbst hosten möchte.
und das ist natürlich auch
irgendwie sowas Wiki-mäßiges
irgendwie, aber eher
sozusagen in dem bestimmten
Kontext dann halt, wo es nicht so sehr darum geht,
neue Seiten einzulegen, sondern dass man halt
Markdown-Syntax verwendet, um halt irgendwie
einen Kommentar zu irgendwas ein bisschen besser aussehen zu lassen.
Oder, na gut,
wobei Confluence ist tatsächlich eher so ein Wiki, ne?
Ja, klar.
Wir haben, also so,
wenn du Markdown ansprichst, da ist ja
CodeMD, was ja auch Open Source ist,
was ja auch
sehr, oder HackMD,
kennst du vielleicht unter dem Namen,
da kannst du ja quasi
auch
Dokumente schreiben,
da kannst du Veröffentlichungen drin schreiben,
weil das ist ganz schön angekoppelt
an Pandoc, was auch,
wo du dann halt Latich daraus
generieren kannst oder
automatisch über Latich
und das direkt wieder nach PDF übersetzen kannst
und das
ist unglaublich mächtig, also
Also in der Firma schreiben wir damit zum Beispiel, ich habe so ein IT-Newsletter und der wird da komplett drin geschrieben.
Also das ist halt das Schöne auch, dass man sich auch mal von dieser Welt trennen kann, solche Sachen mit Word oder anderen Tools schreiben zu müssen,
weil man dann quasi im Netz mit einer Open-Source-Software dann einfach andere Inhalte produzieren kann.
Und die dann halt auch unter einer Lizenz halt veröffentlichen kann, dass dann andere wieder was davon haben.
Vielleicht ist jetzt ein richtiger Zeitpunkt, mal kurz genau darauf einzugehen, was denn Open Source eigentlich überhaupt ist und was Open Source vielleicht so unterscheidet von so der klassischen Corporate-Entwicklung und warum wir das vielleicht unbedingt haben wollen oder brauchen.
Ja, du musst einfach mal ein bisschen früher anfangen. Also Open Source ist ja nicht nur Software in dem Sinne, sondern auch die Möglichkeit, sich einfach austauschen zu können.
Also jeder von uns ist eigentlich gewohnt, dass wir in den Browser gehen, einen Satz nachschlagen, wie der geschrieben ist oder ob es eine Alternative dazu gibt oder mit einer bestimmten Fragestellung einfach an die Netzgemeinschaft heranzutreten, wie man ein bestimmtes Problem löst.
Und man bekommt diese Lösung einfach geliefert. Das ist halt jetzt Open Source in Form von Kommunikation. Und das ist so ein Punkt, wie das ja eigentlich auch entstanden ist. Man ist eigentlich bereit zu teilen.
Also die Leute, es gibt eigentlich jeder, der etwas gibt, der nimmt natürlich auch etwas.
Aber es ist halt meistens so, dass man durch das Netz streifen kann und jede Menge Wissen einsammeln kann
und meistens viel mehr lernt als die eigentliche Fragestellung, die man zu dem Zeitpunkt hatte.
Und in Software drückt sich das natürlich auch aus, dass ich natürlich meine Software ja auch jemandem zeigen möchte.
und wenn ich halt die Möglichkeit habe, das dann auf einer Plattform zu tun,
wo ich ja auch dann sehe, dass das jemand auch nutzen kann,
dann kann ich einfach mit einer Lizenz regeln,
dass derjenige, der es nutzen möchte, keinerlei Probleme hat.
Also im Softwarebereich brauchen wir halt eine Lizenz,
um diese Art der Kommunikation für alle Seiten halt einfach abzusichern.
Weil es halt andere Modelle gibt, die halt versuchen, Software zu vermarkten
und dann halt die Rechte einschränken möchten.
Obwohl sich das nicht ausschließen muss.
Also bei den vielen Open-Source-Modellen
ist ja auch Vermarktung durchaus möglich.
Also dass die Menschen, die entwickeln,
beispielsweise damit auch ihre Brötchen verdienen können,
ohne dass jetzt die Software deswegen Closed-Source wird.
Ja, genau.
Die Idee ist eigentlich auch,
man sieht das zum Beispiel auch bei dem BigBlueButton-Projekt,
das ich jetzt seit fast zehn Jahren kenne.
Das ist halt auch so, dass die es halt geschafft haben, dass die Entwickler um dieses Projekt herum verschiedene Firmen gegründet haben
oder in verschiedenen Firmen, die auch dann dieses Produkt nutzen können oder da Dienste anbieten können,
um halt diese Situation einfach aufzulösen, dass sie Vollzeit arbeiten können an diesem Produkt
Und gleichzeitig dann halt auch etwas abgeben können an andere, weil sie einfach das beste System halt als Open-Source-Lösung halt auch anbieten können. Und das ist halt ein Multiplikator, den man einfach, wenn man das möchte, sich einfach in der Open-Source-Welt sehr leicht erreichen kann.
Und man sieht auch bei vielen Open-Source-Projekten, wie viel, welche Power eine einzelne Person dann halt da entwickeln kann.
Und wenn du zum Beispiel mal anschaust, hier OpenSSL, also das Entwicklerteam ist nicht sehr groß.
Man würde erwarten, so in den Firmengedenken oder Gedanken, wie Firmen solche Projekte angehen würden,
da würden massig an Leuten drin beschäftigt sein. Es gäbe einen Projektplan und alles Mögliche.
Und dann stellt sich heraus, wenn man es vergleicht, ist ein reines Open-Source-Projekt sehr erfolgreich, weil eben jeder nachschauen kann, wie es funktioniert. Und dann kann man auch Vertrauen aufbauen. Und das ist halt ein Punkt, der vielen Firmen halt mittlerweile viel wichtiger ist oder auch den Nutzern, als es einfach nur kaufen zu können.
Ja, ich meine, das war ja auch sicher eine der ersten Bereiche, in denen sich das so großflächig durchgesetzt hat. Oder in dem man halt gesagt hat, naja, wenn es nicht Open Source ist, ist es halt kaputt.
irgendwie Kryptographie-Sicherheit, da gab es das schon relativ früh.
Inzwischen denke ich, ist ein Großteil aller Infrastruktur-Software ja Open Source,
aber naja, ich denke immer da, wo halt sozusagen Firmen die Möglichkeit sehen,
sozusagen irgendwie sich
zu differenzieren oder halt über
Eigenentwicklung halt Mehrwert
zu generieren, den sie gut monetarisieren
können, da ist halt immer
der Anreiz, da
proprietäre Geschichten zu bauen, halt doch
sehr, sehr groß. Insofern
frage ich mich manchmal, ob das
wirklich so ein Siegeszug ist,
den Open Source sozusagen
angetreten hat durch
die ganzen Layer
hindurch oder ob es nicht eher so ist, dass
halt, naja, der
Bereich, wo halt Mehrwert generiert
wird, bei Software
halt sich verschiebt. Und dann die
Bereiche, die uninteressant geworden sind, die sind ja
halt jetzt alle Open Source.
Naja, aber das würde ich jetzt so uninteressant vielleicht gar nicht sagen.
Du hast vielleicht was sehr Relevantes gesagt.
Nicht uninteressant im Sinne von technisch uninteressant
oder im Sinne von unwichtig.
Aber im Sinne von, man kann halt nicht
gut Geld damit erzielen.
Aber das ist ja was total Spannendes, weil genau diese
Netzwerktechnologie, also diese Grundvoraussetzung
für den Betrieb des ganzen Dings
eigentlich so eine ganz politische Sache ist, wo man ja auch
sagen würde, die Grundversorgung
der Bevölkerung mit originären
Gütern, ja, wäre auch eine Staatsaufgabe
eine originäre und so gesehen
ist halt, dass die Community, die halt diese
Infrastruktur schafft, ja,
auf der man dann aufsatteln kann,
was sehr schön ist, wenn das halt von allen gemeinsam irgendwie
so in gewisser Weise auch, ich weiß nicht, ob
Open Source unbedingt demokratisch ist, aber
so funktioniert, ja,
dass es halt zumindest die Together ist und dass die Partizipation
möglich ist und
Ja, wäre auf jeden Fall eine schöne, ich würde
auch denken, dass das halt irgendwie eine, genau wie
wie, weiß ich nicht, eben Straßenbau oder so,
halt auch das vielleicht eine staatliche Aufgabe wäre,
sicherzustellen, dass es halt eine Infrastruktur,
gewisse Infrastruktur gibt,
weil die ansonsten gar nicht so richtig entstehen würde
oder halt super unterfinanziert ist,
was man ja an vielen sehr, sehr wichtigen Infrastrukturprojekten,
ja, wir hatten es kurz vorher schon von OpenSSL,
dass da halt gar nicht so viele Leute dran arbeiten
und das ist ja bei vielen anderen Infrastrukturprojekten auch so.
Mich wundert das immer so, an Pandas arbeiten nur ganz wenig Leute, dabei wird das von diversen Hedgefonds, die halt Milliarden irgendwie damit in der Gegend rumschieben, wird das verwendet oder von quasi allen.
Tatsächlich wird das dann halt aber von Leuten entwickelt, die das in ihrer Freizeit machen und das ist schon irgendwie bizarr oder man könnte auch sagen, das ist irgendwie ein relativ eindeutiges Marktversagen, weil offenbar wird da sehr viel Mehrwert generiert,
Aber es gibt irgendwie keine Möglichkeit, wie der Markt dafür sorgt, dass es sich auch lohnt, sowas zu entwickeln, was halt komisch ist.
Oder ein anderes Beispiel wäre sowas wie Django oder so auch ein Web-Framework, von dem ich weiß, wo es überall verwendet wird oder häufig.
Und es gibt viele Firmen, die das verwenden, die darauf auch angewiesen sind und tatsächlich entwickeln das halt irgendwie eine Handvoll Leute.
Naja, aber da hat ja zum Beispiel ein großer Geldgeber
von einem großen der Konzerne da
Geld reingesteckt in die Django Software Foundation.
Ernsthaft?
Ich weiß nicht, wann das war und wie lange das ist.
Vielleicht erzähle ich jetzt auch wieder drückenden Quatsch,
aber ich dachte eigentlich, die werden hauptsächlich
mitfinanziert jetzt über Instagram beispielsweise.
Über Instagram.
Ich kann dir ein anderes Beispiel geben,
wenn du mal schaust, Anaconda zum Beispiel
ist ja auch, das ist ja von Continuum.io
und da
ist das halt so, dass
die hatten so ein Modell halt
dass man zum Bauen von Bibliotheken kostenfrei eine Linux-VM bekam.
Und die anderen VMs hätte man bezahlen müssen.
Und dann hat sich relativ schnell eine GitHub-Community gebildet,
nämlich CondaForge.
Die hat 2016, als wir dazu kamen, waren da 700 Pakete drauf.
Aber es waren Pakete wie Qt und für Windows, für Mac und für Linux.
in der gleichen Version da
und das hatte mich bewegt, dass unser
Open-Source-Projekt halt ein
CondaForge-Projekt wird.
Mittlerweile sind da 9.000
oder 10.000 Pakete wahrscheinlich
mittlerweile drauf
und alle Anaconda-Pakete
werden auch auf CondaForge gebaut
und CondaForge hat
jetzt halt, diese Community hat
halt für dieses
diesen Service hat sie halt
nach dem Fokus als Sponsor
das heißt, was wir uns
halt durch diese Community gegeben
wird, ist einfach die Möglichkeit,
diese Ressourcen
einfach nutzen zu können, die wir brauchen,
um halt unseren
und auch durch dieses
Continuous Integration Prozess
alle Pakete, die wir halt
in unserem Stack haben, die dann voneinander
abhängen, quasi ständig qualitativ
zu verbessern, ohne
dass uns irgendwelche Kosten entstehen,
zusätzliche Kosten.
Also wir machen eigentlich nichts anderes,
als die Sachen
wo wir vielleicht auch bezahlt für werden, an Software zu schreiben,
und nutzen dann aber einen Mechanismus in der Open-Source-Welt,
weil wir Open-Source-Software haben, der das ganze System insgesamt weiterbringt.
Und damit das geht, hat man so gesehen ein Backup,
dass man halt quasi das nicht selber finanzieren muss.
Und das ist eigentlich ein sehr gutes Konzept.
Also so kann man halt sehr viele Sachen anschieben.
Und das Gleiche ist natürlich auch bei den ganzen Vereinen,
die ganzen Communities unterstützen.
Ich mache das
als ich das erste Barcamp in 2010
ausgerichtet habe, da war das
reichlich kompliziert.
Du hast das Barcamp ausgerichtet in Köln,
das haben wir noch gar nicht. Du bist tatsächlich
der Organisator von dem Barcamp, von dem schönen
Python-Barcamp, was es immer in Köln gibt,
jedes Jahr im Frühjahr.
Ja, das ist
das erste Camp, das wir gemacht hatten.
Das war einfach entstanden,
weil wir
Ja, wir wollten die JuroPython nach Köln holen und das hat nicht geklappt.
Also man hat halt damals gesagt, in Deutschland gibt es ja eigentlich gar keine Veranstaltung, gar keine Python-Veranstaltung.
Und dann trauen wir euch das ja quasi nicht zu, dass ihr dann eine JuroPython oder so eine große Konferenz mit diesem Ansehen halt ausrichten könnt.
Und das war halt so einer der Beweggründe, der dann dazu geführt hat von dem Komitee, was das entschieden hat, dass die Konferenz halt dann in das schöne Florenz gegangen ist.
Und für uns war das halt so, wir haben ja auch sehr viele Anstrengungen da reingesteckt, hatten uns Überlegungen gehabt, wie wir und was, wo wir das alles machen.
Und das ist halt dann doch ein ziemlicher Tiefschlag gewesen, dass man sowas nach den ganzen Anstrengungen halt gar nicht bekommt.
und ja dann da wieder rauszukommen aus dem loch haben wir dann halt überlegt was können wir denn
selber als kleine community machen und christian scholz war damals schon mit barcamps unterwegs
und sagte ja wir machen halt lasst uns doch mal einfach ein barcamp machen probieren wir mal aus
und dann war in köln war so okay ganz neu für uns ja wer würde da überhaupt hinkommen ja dann haben
wir halt durch die GFU Cyrus AG, durch den Peter Hecker halt den Kontakt gehabt, dass wir halt in
der GFU Cyrus, das ist ein Schulungsgebäude in Köln, dass wir da Räume benutzen konnten. Ja,
und dann haben wir gesagt, okay, an einem Samstag, wir haben gedacht, wir machen es mal nur einen Tag,
da treffen wir uns da und machen halt so ein Ad-Hoc-Programm, dass wir uns halt überlegen,
was wir erzählen, dann bewerten wir irgendwie, wer das alles hören möchte und ja, es waren 17 Leute
gekommen und es hat uns eine so hohe Resonanz gegeben, dass sehr viele Leute gefordert haben,
das muss zwei Tage sein. Ja und dann haben wir das halt zwei Tage künftig gemacht und es sind immer
mehr Leute gekommen. Und ja, dieses Jahr hatten wir halt das Problem, dass wir uns nicht real treffen
konnten und hatten das dann
das erste Mal auch virtuell gemacht
und auch da
war es dann so, dass so viele
Leute es unbedingt zwei Tage haben
wollten, sodass es auch direkt zwei Tage
waren, ohne dass man sich
jetzt gesehen, also getroffen
hat, gesehen haben wir uns ja schon, aber
halt, es haben halt
Transit gemacht, so eine
Veranstaltung mal vollständig digital
durchzuführen.
Alles im Big Blue-Button und Jochen, du hast auch fast
eine Veranstaltung gesehen, habe ich mitbekommen.
Ja, nee, ich war
auch da, ich wollte auch da, aber das ist halt echt
schwer. Ich finde, das ist einer der
Vorteile, wenn man irgendwie
quasi zu irgendwie der Konferenz hinfährt oder so,
dass man dann auch wirklich da ist, während
wenn man halt zu Hause ist, dann
gibt es halt auch diverse Dinge, die
einen dann noch ablenken können. Ja, ich hatte dich so kurz
abgepasst, glaube ich, fünf Minuten bevor so ein interessanter
Talk war, wo ich dann auch da war. Und du sagtest,
ja, ja, ich bin sofort da, zwei Minuten,
irgendwie so fünf Stunden später wurde er nicht mehr
gesehen. Ja, man ist einfach
zu greifbar zu Hause. Das ist einfach,
wenn man halt weg ist, dann
kann da niemand einfach vorbeikommen und sagen,
wir haben hier noch so ein anderes Problem,
dass da mal jemand kümmern müsste. Ja, genau.
Ja, genau. Das ist auch ein gutes Gefrag, ja.
Ja, so ist es halt.
Ja, was ich aber eigentlich ausführen wollte,
war halt, ja, aus dieser Zeit,
das war halt so die Zeit, es gab
wirklich keine Veranstaltung dieser Art,
es gab keine Konferenzen.
Und Mike Müller hatte dann 2011
die erste Python-Konferenz
leipzig ausgerichtet ok denn 2012 gab es dann noch eine und in 2012 hatte sich schon eine andere
bewegung nämlich dass ein verein den es in deutschland schon gab die deutsche zog user
crew die hatte sich halt überlegt das ist jetzt so eine gewisse nische die wir eigentlich noch
bedienen und peiten sehr großen zustrom eigentlich machen alle von vereinsmitglieder irgendwie schon
mehr als nur zog. Und wir versuchen einfach den Verein in einen deutschen
Python-Verein umzuwidmen. Und das ist dann auch gelungen. Das ist dann 2012, hat
dann quasi, hat der Verein sich umbenannt. Die Satzung, das ist alles
angepasst worden. Und wir hatten dadurch aber eine Möglichkeit, in Deutschland
halt auch solche Konferenzen halt durch einen Träger halt ausrichten zu lassen,
Was ja sehr viele Vorteile bedeutet.
weil so ein Verein, der kann sich jetzt auf einmal um diese ganze Sponsoring-Einnahmen und solche Sachen kümmern und das übernimmt auch die Haftung und alle diese Sachen und das ist halt ein riesen Fortschritt und das hatte auch letztendlich dann dazu geführt, dass wir zunehmend mehr Konferenzen in Deutschland hatten und wenn man sich heute anschaut, was jetzt in breiter Welt Deutschland ist,
Wir hatten Python Pizza gleichzeitig mit dem Python Camp. Wir hatten dieses Jahr schon Python Camp auch in Leipzig. Da konnte man sich noch real treffen. Es gibt PyCon.de, es gibt EuroPython, die auch gelegentlich, aber die auch schon mal in Deutschland stattfanden.
Es gibt eine PyCon-Web, es gibt Django-Konferenzen, also es ist eine sehr, sehr schöne, wenn man in irgendeiner Stadt ist, findet man eine User-Gruppe mit irgendeiner Veranstaltung, also das ist dermaßen aufgeblüht und das ist halt schön, wenn man so, dass man so vom Anfang an bis jetzt halt so ein bisschen erlebt hat.
Das ist halt auch Open Source, weil man das nicht in Rechnung stellt, sondern ehrenamtlich quasi auch diese Dinge machen kann und sich einbringen kann.
Und das ist einfach, weil man halt einen rechtlichen Rahmen haben kann und alle lernen dabei.
Und das ist halt etwas, was man nicht mit einer Fortbildung so im klassischen Sinn überhaupt erfahren kann.
Ja, wenn du ja die andere Welt siehst, da musst du ja auch sehen, die müssen sich ja eigentlich von der Open-Source-Welt irgendwie abgrenzen. Das heißt, du brauchst irgendwelche Trainings. Weil wenn du deine Mitarbeiter ja dann in so eine Open-Source-Community steckst, die haben ja auf einmal viel mehr Freiheiten. Das ist ja für dein Unternehmen eine sehr kritische Situation dann.
Weil die kommen ja dann mit diesen Ansprüchen,
die sie auf einmal irgendwo da kennengelernt haben,
wo einfach alles geht.
Das ist ja eigentlich so ein großes Problem.
Ja, man möchte, dass die Leute das Richtige lernen und nicht irgendwie.
Ja.
Obwohl ich auch aus der Corporate-Perspektive sagen würde,
dass das sehr viel Sinn macht,
wenn man die Leute so holokratisch miteinander in Teams hat.
Natürlich hat man ein anderes Ziel vielleicht.
Und vielleicht ist es im Großkonzern noch mal so ein bisschen anders
von Vorgaben von oben,
als wenn jetzt die Entwickler selber entscheiden,
was jetzt am besten entwickelt werden soll.
Aber ich glaube, so prinzipiell ist diese moderne Art und Weise,
glaube ich, sogar effektiver für vieles.
Ist ja auch, müssen wir bösartigerweise fragen,
ob Effektivität wirklich irgendwie sozusagen das ist,
was immer gefordert ist.
Oder ob nicht manche Leute irgendwie ganz gut davon leben,
dass es eben nicht effektiv ist.
Ja, wahrscheinlich hast du recht.
Ja, aber natürlich.
Ich meine, ich finde auch, es gibt dann,
nicht alle Konferenzen sind ja Barcamps,
aber Barcamps haben auf jeden Fall auch irgendwie so was
Open-Source,
so einen gewissen Open-Source-Charakter,
dass man da halt einfach
mitmachen kann, dass es kein
sozusagen
Prozess gibt,
wo die Vorträge vorher ausgewählt werden
und dann,
sondern dass man da halt einfach direkt mitmachen kann
und so, das ist, da gibt es
durchaus
große Gemeinsamkeiten. Ich fand das echt super, also das erste Barcamp, was ich mitgemacht
habe bei euch in Köln, das war jetzt,
ich weiß nicht, war das 2018?
Anfang des Jahres. Da habe ich tatsächlich
Jochen getroffen. Achso, das stimmt, dass wir uns
da getroffen haben. Ja, tatsächlich. Das war ziemlich cool.
Und da war ich ja noch ziemlich neu in Python.
Da habe ich jetzt gerade ein Dreivierteljahr oder ein halbes Jahr
irgendwie selber gemacht. Habe da unheimlich viel gelernt,
unheimlich wenig verstanden und das hat sich halt
im Laufe der Jahre jetzt schon geändert. Also das ist jetzt noch nicht
so besonders lange, dass ich ja dabei bin, aber das macht
einfach unglaublich Spaß und die Community
macht echt Laune. Das kann man echt
nicht anders sagen. Also ich kannte
Barcamp tatsächlich schon aus anderen Bereichen
vorher, aber halt nicht aus Softwareentwicklung
und mit Software macht es noch viel mehr Spaß.
irgendwie. Ja, das war auch so
für mich so das Spannende, dass ich nachdem ich
quasi mit dieser Moin Moin
Community in Kontakt gekommen bin,
dass quasi
das, ja, man ist ja
auch irgendwie unglaublich wissbegierig
in so einer Phase halt.
Aber es war, die waren
so hilfsbereit und
das war so produktiv.
Und ich hab dann irgendwann Commit-Rechte
bekommen, dann war ich irgendwann Core-Developer,
dann
Dann hatten wir Google Summer of Code gemacht, haben halt dann Studenten betreut und ja, das war für mich halt auch jedes Mal halt immer wieder neue Erfahrungen sammeln und ja, immer war halt sehr positiv das Ganze und das hat halt immer zunehmend mehr Spaß gemacht.
Und deswegen, also ich vermisse jetzt nicht, dass ich halt jetzt nicht mehr ins Labor gehe und solche Sachen, aber ich finde es sehr gut, dass ich diesen Background habe, weil wenn man dann halt mit Kollegen spricht, die halt noch immer halt dann auch Problemchen mit irgendwelchen IT-Sachen haben, kann man sich halt viel besser in die hineinversetzen und halt kann auch helfen.
Also man hat so einen Abstand, dass man einfach nur die Softwareseite kennt, sondern auch, warum macht man das eigentlich? Das mit dem Warum, das ist eigentlich immer der schwierige Teil.
Also viele Themen sind einfach nur noch ausgerechnet, dass etwas gemacht wird, aber das Warum und welchen Nutzen, das wird halt nicht mehr richtig transportiert.
Und wenn man aber von der anderen Seite zum Beispiel herangeht, dass man für sich den Anspruch hat, wenn man das halt so macht, dass man das auch jemand anderem erklären kann,
dann hat man halt eigentlich schon
einen riesen Vorteil, weil dann
ist man eigentlich auch schon sehr leicht
transportierbar, sich selber halt
oder die Entwicklung, die man hat, dass man
die auch freigeben kann.
Weil das macht ja keinen Sinn, erst Code zu
schreiben, die man nur selber versteht und dann
soll der Open Source werden.
Also das kann ja
zwar Open Source sein, aber wenn den keiner versteht,
dann braucht man das eigentlich
auch nicht zu tun.
Ja, wobei, ich weiß es nicht. Ich meine, es gibt ja
Projekte mit sehr
unterschiedlichen Qualitätsstandards oder man sich das
anguckt, dann, und
da gibt es dann ja auch sehr
unterschiedliche Enden
von, wie Leute das sehen,
ob das jetzt wichtig ist, dass das halt
irgendwie sehr ordentlich ist oder nicht.
Ich fand das auch mal sehr interessant, weil man kann
das ja im Grunde aus zwei Blickwinkeln
betrachten. Entweder
man legt halt sehr viel Wert
auf die Codequalität
beziehungsweise halt darauf,
dass das halt so einen gewissen
eigenen, also dass das so einen gewissen Selbstzweck
halt auch hat.
Oder einen ästhetischen Wert für einen selber, wo man ja auch
dann so einen gewissen Sinn drin sehen kann. Ich habe
manchmal das Problem, dass ich mich zu sehr um die Seite kümmere.
Und
auf der anderen Seite kann man natürlich auch
sagen, ah ja, also eigentlich ist der einzige Wert,
der in der Software liegt, natürlich nur,
dass das irgendeinem Nutzer
halt irgendwie was bringt.
Und wie das dann hinterher aussieht. Genau, wie man
da hingekommen ist, ist eigentlich vollkommen egal.
Aber dann
hat man natürlich auch so
gewisse andere Probleme. Und ich meine,
Es gibt für beide Seiten sehr erfolgreiche Beispiele.
Es gibt halt Software, wo man sich denkt,
wie konnte das jemals so populär und erfolgreich werden?
Das ist ja irgendwie schon ziemlicher Schrott irgendwie eigentlich.
Aber hat sich halt durchgesetzt,
weil es halt irgendein sehr wichtiges User-Problem
in Angriff genommen hat
und darüber halt dann entsprechend groß Community
und Aufmerksamkeit bekommen hat.
Und dann wurde das halt dann einfach immer weiterentwickelt.
Und andere Sachen, die halt ...
Aber es gibt das andere auch. Es gibt auch
Dinge, die halt einfach
so gut sind, dass sie halt dadurch
eine Menge Leute binden und
halt, ja,
also man kann es gar nicht
so genau sagen, glaube ich. Es gibt für beides
irgendwie Beispiele, wie
das funktioniert hat. Das ist ein bisschen ein kultureller
Städtebau. Manchmal muss man Sachen
einreißen, auf den Ruinen Neues bauen und dann
irgendwo unter der neuen Stadt sind dann noch
Ruinen und Kammern von alten Städten
und einige Dinge werden auf dem Reißbrett
irgendwie gemacht und sind dann auch
die Qualität ist halt, Qualität gibt es
nicht, vielleicht ist es eigenes Empfinden
und die Frage ist halt auch, wie viele Nutzer
machen das, wie viele Leute wollen dahin, wie viele Leute
schauen sich das an.
Wobei ich jetzt sagen...
Du hast aber auch
die Situation, dass du
ja erstmal
vielleicht was geschrieben hast, von dem du
selber sehr überzeugt bist
und eigentlich
nicht siehst,
dass das für andere vielleicht
nicht so wichtig ist oder dass die es einfach nur nicht finden ja das ist ja dass das nächste
problem und da sind halt so plattform die halt das verteilen oder also entsprechende möglichkeiten
hat das dann auch auf vorzustellen auf irgendwelchen meetups oder konferenzen um
mal auch ein feedback zu bekommen von anderen auch wenn die vielleicht nicht die einzelnen
nutzer sind aber du hast halt immer das problem halt letztendlich du kannst super tolle sachen
schreiben wenn du aber so gesehen vielleicht deine idee einfach nicht im mainstream ist
sondern schon darüber hinaus ja dann muss der mainstream das ja erst mal einholen bevor dir
dann merkt dass dass er das auch brauchen kann und für dich selber ist das natürlich total klar
Weil ja alle quasi auf dieser Welle sich irgendwo befinden.
Aber jeder, der mal oben ist, der wird auch wieder mal im Tal sein.
Aber das kannst du halt mit deinem Blickwinkel, wo du jetzt gerade die Software geschrieben hast, gar nicht erstmal einschätzen.
Als in der Zeit, als ich da angefangen habe, als die Sachen halt so, ich habe so ein Buch geschrieben und drei Bücher geschrieben halt insgesamt, wo ich dann Open Source Bibliotheken beschrieben habe.
Und das war zwar jetzt für eine proprietäre Programmiersprache, aber die Bibliothekssoftwareteils, die sind von uns, die sind halt unter einer LGPL-Lizenz veröffentlicht worden.
Und da ist auch einfach das Problem am Anfang entstanden, dass man ja gar nicht weiß, wer das darauf zugreift.
Das ist in dem Moment einfacher geworden, als die Sachen dann mal auf einem Webserver standen,
weil dann man auf einmal gesehen hat, um welche Programmpakete überhaupt darunter geladen worden sind.
Und das ist ja auch nochmal was, was dich ja selber motiviert, wenn du auf einmal siehst, da sind Nutzer.
Und das heißt, die kennst du gar nicht, die Nutzer.
Und das ist ja auch der Sinn von Open Source, dass du die gar nicht kennen musst,
sondern jeder kann das quasi sich so dann weiterentwickeln, wie er das braucht.
Aber es ist halt schon mal beruhigend, dass man letztendlich diese Sachen nicht nur für sich gemacht hat,
weil man sich ja auch viel Mühe gegeben hat, dass jemand anders die auch verarbeiten kann.
Und das ist aber auch so insgesamt halt der Punkt.
Also wenn du nicht schaffst, dass deine Routinen irgendwo gesehen werden,
dann kannst du das überhaupt nicht einschätzen, wo du dich selber befindest
und ob diese Sachen, die du gemacht hast,
auch eine Wertigkeit bekommen.
Ich finde das sehr spannend,
also aus dieser Perspektive raus so zu gucken,
was man alles damit bauen könnte
und wie die verschiedenen Perspektiven sind.
Also ich glaube,
gerade die Entwicklung selber an Open-Source-Projekten,
da fehlt vielleicht so ein bisschen das Funding
irgendwie aus der öffentlichen Aufmerksamkeit tatsächlich,
weil also das Problem ist ja so ein bisschen,
sollte man das kommerzialisieren,
Kann man das kommerzialisieren? Muss man das
kommerzialisieren? Wie macht man etwas
daraus, dass es halt dauerhaft funktioniert? Weil man möchte
ja eigentlich, dass diese
Bewegung weiter wächst. Also wenn man
das jetzt nur den Menschen überlässt, die jetzt
aus Enthusiasmus da rangehen, ist das
vielleicht schön, aber ich weiß nicht, ob das so zukunftsführend
ist in allen Richtungen, ob man da vielleicht
weiterkommen will. Muss die Gesellschaft vielleicht
hingehen und sagen, hey, wir haben jetzt einen Topf, der wird
ausgeschüttet, in diesem Land werden so und so
viele Stellen von Open Source einfach mal
so bezahlt oder
ist das eher Quatsch?
Ja, ich sehe eher anders. Das ist schon längst passiert, weil die Firmen zunehmend mehr Interesse haben, die Software, die Open Sources weiterzuentwickeln.
Und durch die verwendeten Lizenzen der Projekte haben sie kaum eine Möglichkeit oder nur ganz wenig Möglichkeit, den Code nicht wieder unter der gleichen Lizenz zu veröffentlichen.
Wir sehen das ja zum Beispiel, eine der ersten Firmen war ja AVM, die ja auf Basis des Linux-Körnels die Fritzbox gebaut haben.
Und die hatten ja sehr früh die Erfahrung gemacht, dass sie auf einmal ihre Codemodifikation am Linux-Körnel veröffentlichen mussten.
Und die haben bestimmt nicht gedacht, zu dem Zeitpunkt, als sie das inkorporiert haben und daraus ihre Firma, dass das jemals passieren würde.
Also das ist meine persönliche Einschätzung, dass sie das gar nicht erwartet haben, dass mal irgendwann ein Gericht kommt und so diese freie Software, die da auf dem Markt ist, sie dazu zwingt, dann ihren Teil da zu veröffentlichen.
Aber trotzdem, sie das gemacht haben, sind sie immer noch Marktführer.
Das heißt, die haben eigentlich gar keinen Verlust dadurch erfahren oder nicht den Verlust, den man sich als maximal halt, dass es jetzt einen Konkurrenten gibt, der das alles kopiert und jetzt der Marktführer ist.
Also das ist ja nicht der Fall.
AVM ist immer noch halt top.
Und das zeigt einfach,
dass es immer noch einfacher ist,
auf Open-Source-Lösungen aufzubauen
und das dann entsprechend halt
dann für sich selber auch vermarkten zu können.
Das heißt, das Know-how liegt gar nicht unbedingt im Source-Code?
Nee, ja.
Entschuldigung.
Also würde ich auch so sehen,
dass es nicht unbedingt im Source-Code liegt.
Ich weiß nicht genau, ob das immer möglich ist,
dass man halt irgendwie, also ich meine,
wäre halt dann bei AVM auch die Frage,
was ist deren Kerngeschäft eigentlich?
Ist es halt sozusagen Software entwickeln
oder ist es nicht vielleicht doch irgendwas anderes?
Oder ist das halt irgendwie,
wenn sie jetzt ein Betriebssystem verwenden müssen
auf ihren Boxen, um halt da ein Webinterface haben zu können,
damit irgendwie das Ganze mit dem Routing
auch ordentlich funktioniert oder so,
ist das eher eine Commodity?
Also ich glaube, dass Ihr eigentliches Geschäft gar nicht so sehr die Softwareentwicklung ist und insofern haben Sie da kein Problem mit, wenn Sie das irgendwie veröffentlichen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es für andere Firmen durchaus ein Problem wäre, wenn Sie Ihren Kram, den Sie im Kerngeschäft machen, halt veröffentlichen.
Ja, es gibt da ja auch Möglichkeiten. Zum Beispiel in Köln gibt es ja auch die IoT-Firma Pilar. Die hat ja auch quasi ihre gesamte Bibliothek, ist halt open source. Und die haben sich halt die Klasse als Namensrechts schützen lassen.
Also das ist ja auch eine Möglichkeit, das entsprechend so sich abzusichern. Aber es ist ja gerade bei diesen ganzen IoT-Sachen, das ist ja eigentlich fast alles Open Source. Das heißt, ich schätze, du hast eher ein Problem, wenn du jetzt eine Firma gründen wolltest und würdest dann versuchen, ein proprietäres Produkt dann zu vermarkten.
Ich glaube, da würde halt jeder erstmal nach Open-Source-Lösungen schauen.
Das heißt, ich glaube, in dem Bereich, da gibt es einfach so ein großes Angebot
und da willst du ein Vertrauen aufbauen.
Und das geht halt dann mit diesem Modell viel einfacher,
als wenn du halt nur immer so Verträge hast,
dass nur ganz bestimmte Leute vielleicht den Quellcode anschauen dürfen.
Java hat zum Beispiel gerade das Lizenzmodell geändert,
wenn ich das richtig sehe, oder?
Ja, Java hat da so ein Problem, ja.
Die sind jetzt erst auf die Idee gekommen,
zu sagen, hey, machen wir es nicht mehr.
Und viele Universitäten haben jetzt aus diesem Grunde
Java, glaube ich, aus dem Lehrplan geschmissen.
Ja, also ich meine, da sind noch jede Menge
ungeklärte rechtliche Fragen,
auch inwiefern kann man überhaupt sowas wie,
weil es gibt natürlich auch freie Implementationen von Java,
die man einfach verwenden könnte.
Aber Oracle hat dann ja, beziehungsweise,
ich weiß nicht, Sun hat das, glaube ich,
vorher auch schon gemacht,
sie halt die APIs versucht haben,
zu patentieren und unter Copyright
zu stellen, weiß nicht. Und das ist ja natürlich dann
irgendwie, das ist aber glaube ich noch nicht geklärt,
inwiefern das funktioniert.
Weil wenn es irgendwann mal so
gerichtlich bestätigt würde, dass man das halt kann,
dann ist es natürlich vorbei irgendwie.
Aber
keine Ahnung, ob das gehen wird
oder nicht. Ja, eigentlich sollte
das natürlich nicht gehen vielleicht, aber
wer weiß.
Ja, aber das ist natürlich eine interessante Geschichte.
Ich meine, einfach den Namen
markenrechtlich zu schützen, ist
natürlich auch eine witzige Idee.
Wobei ich
jetzt gar nicht weiß, ob man
diesen
Firmenbezug
braucht, um ein lebendiges
Open-Source-Projekt zu haben, weil
wenn man sich so anguckt, was sind die ältesten
und erfolgreichsten oder
die Projekte, die halt am langlebigsten
unterwegs sind, dann sind das ja alles
gar nicht unbedingt Projekte,
bei denen Firmen eine große Rolle spielen,
sondern oft Dinge, wo
die halt eine lebendige Community haben.
Ich glaube, für so ein Open-Source-Projekt
ist so mit das Entscheidende, dass die
Community funktioniert und wenn die, solange die
funktioniert, ist alles gut und
wenn die nicht mehr so richtig funktioniert, dann
gibt es halt ein Problem, selbst wenn da
Firmen irgendwie Geld reinstecken, weil
naja, also
es kann auch
sein, dass es das gibt, aber
wäre auch, stimmt, das wäre eigentlich direkt
meine Frage, ist eigentlich so
was, wenn jetzt Firmen den Code
veröffentlichen, aber
das eigentlich ein Firmenprojekt ist. Nehmen wir zum Beispiel
jetzt, was ja momentan ein sehr wichtiger
Bereich ist, irgendwie sowas wie React
oder Angular, die ganzen JavaScript
Frameworks. Ist das
Open Source oder nicht?
Der Urheber kann sich das Lizenzmodell aussuchen.
Ja, ja.
Ja, es ist halt sowas, wo wir ein bisschen
drauf achten müssen, ist, dass es halt
eine echte Open Source Lizenz ist.
Und das ist halt,
seit vielen Jahren gibt es ja die Open Source
Initiative, die auch die
vielen verschiedenen
Lizenztypen
miteinander vergleicht
und auch darauf Wert
legt, dass dann
bestimmte Lizenzmodelle
auch als Open Source Lizenz
also Open Source
Defined Lizenz dann anerkannt
werden. Weil es natürlich viele
Firmen jetzt, also jetzt nicht, die ihr
jetzt gerade genannt habt,
versuchen jetzt halt
mit ihren Produkten dann
quasi wie eine Open Source
Lizenz zu wirken, aber es ist gar
keine Lizenz. Aber spielt
das eine Rolle?
Ja, das ist eine
Rolle, spielt eine Rolle halt für die
Open Source Community, vielleicht
nicht für denjenigen mit der Firma
oder den Käufer oder den Interessenten,
aber wenn diese
Lizenz, wenn halt die Freiheiten
verloren gehen, die halt Open Source ausmachen,
dann verliert halt die
Gemeinschaft insgesamt. Also wenn du
zum Beispiel nicht mehr das Recht hättest, den
Quellcode weiterzugeben.
klar, das verstehe ich, aber die... Oder solche Sachen,
ja. Und das ist halt,
deswegen ist auch bei, zum Beispiel
bei Google Summer of Code
oder sowas, da können nur Projekte teilnehmen,
deren Lizenz,
die sie halt im Projekt verwenden, dann
durch die OSD
bestätigt ist.
Durch die OSI als OSD bestätigt ist.
Ja, aber ich würde ja jetzt,
ich könnte jetzt sagen, also im Grunde,
also Firmen haben
vielleicht ja einen Weg gefunden,
damit umzugehen, sozusagen dieses
Lizenzding so zu
wählen, dass das halt
Open Source ist, dass alle damit einverstanden sind, aber
trotzdem die Kontrolle nicht abzugeben.
Also ich würde sagen, bei React oder auch eben
bei Angular, ich weiß nicht, was es für andere,
was gibt es noch alles für Projekte,
bei denen das so ist,
da sind die entsprechenden Firmen, die das entwickeln,
die haben die komplette Kontrolle. Da ist überhaupt
keine Community-Kontrolle.
Aber die Lizenz ist Open Source,
ganz klar. Nur es nützt halt nichts.
Ja, aber
Das kannst du auch bei den ganzen Open-Source-Projekten genauso sagen.
Es ist einfach so, dass wenn eine Gruppe quasi so auftritt, wie du das selber machen würdest mit so einem Projekt und die halt in der Firma jetzt angestellt sind oder in der Firma, deren Geldgeber dafür ist,
Dann ist das eigentlich nichts anderes wie jeder andere, der irgendwo bezahlt wird und Open-Source-Code schreibt. Der Punkt ist halt einfach der, das sehen wir auch bei verschiedensten Projekten, X11 hatte das hinter sich, OpenOffice hat das hinter sich, dass in dem Moment, wo das Maintaining nicht mehr funktioniert und der Maintainer so gesehen nicht mehr die Pull-Requests bearbeitet, die dann auflaufen und nicht mehr nachkommt,
dass diese diese arbeit zu leisten die sachen wieder zusammenzuführen dann ist die community
eigentlich dann die treibende kraft die dann dafür sorgt dass das projekt dann einfach ein
ford bekommt also dass weil die der der zwang halt dass es dass man das bessere wieder braucht ja das
heißt man hat man muss diese sachen zusammenführen der wird dann einfach so groß dass zu dem zeitpunkt
Punkt dann dieses Splitting
passiert. Und dieses, das
steht auch diesen Firmen halt
bevor, wenn die das halt entsprechend
jetzt in 20 Jahren nicht mehr so
maintainen, aber es immer noch gebrauchen.
Ja, ich würde dir eher sagen,
das ist gar nicht so sehr eine Gefahr für die Firmen,
sondern das ist eine Gefahr für Leute, die das verwenden
draußen. Und zwar
sehe ich die,
also ich meine, das wäre, also das würde ich
ja sagen, das ist ja eine Sache,
dann würde das ja super ausgehen, wenn
irgendwie die Community, eine aktive Community
die folgt das dann halt irgendwann und dann wird es weiterentwickelt, voll gut.
Aber wenn
jetzt der Großteil der Entwickler,
die an so einem Projekt arbeiten,
halt bei einer bestimmten Firma angestellt sind,
dann gibt es ja eigentlich gar keine Community.
Und das ist halt,
wenn ich jetzt
mich aber darauf verlasse, dass das halt irgendwie
ein Projekt ist, was gepflegt wird und dann
irgendwann verliert die Firma aber das Interesse oder
hat andere Prioritäten, entwickelt
das in eine Richtung, die ich gar nicht,
die mir jetzt gar nicht so recht ist, dann habe ich halt
einfach verloren. Da kann ich auch gar nicht viel machen.
Ja und nein.
Du hast verloren, weil
du erst mal sagst, jetzt brauche ich eine
Geldquelle, weil ich jemanden beschäftigen
muss, der mit dem Code
an der Stelle weiterentwickelt,
den ich als Quellcode ja noch habe.
Ja, also
das hast du ja
sowieso immer. Du kannst
auch jetzt bei jeder Open-Source-Software
gucken,
dass du jemanden findest, der
Deinen vor, der Version weiterentwickelt.
Kannst du immer machen, also kann
jede Firma sowieso machen.
Das ist nur, dass du das eigentlich nicht willst.
Du willst diesen Luxus ja,
dass jemand anderes das so macht,
dass du es gebrauchen kannst.
Und ja, die Angst kann ich
so gesehen verstehen, aber das hast, ich will nur
sagen, das hast du sowieso immer.
Ja, aber habe ich dieses Problem nicht,
also nehmen wir jetzt mal
ein Open-Source-Projekt mit einer
Community, die nicht von der Firma abhängig ist oder so,
wie es, weiß ich nicht, zum Beispiel Postgres,
Da muss ich diese Angst nicht so sehr
haben. Da kann ich mir
schon relativ sicher sein, dass das halt auch in fünf
oder zehn Jahren noch
sich in die Richtung weiterentwickelt, in die es
sich schon immer weiterentwickelt hat.
Ich habe eben ja schon überlegt, ob ich ein Beispiel
dafür finde, wo das schon schiefgegangen ist.
Und tatsächlich wäre jetzt vielleicht mal ein Beispiel
MySQL. Da ist es ja auch
irgendwie schiefgegangen. Das war
irgendwie ein Open-Source-Projekt von einer Firma
und das ist irgendwie eigentlich so
ein bisschen unglücklich alles gelaufen.
Ich meine, klar, es gibt jetzt MariaDB und so
Und das ist auch alles, aber das sind schon Dinge, wo man irgendwie so gewisse Schweißperlen auf der Stirn bekommen konnte, wenn man jetzt darauf angewiesen war, dass das irgendwie alles weitergeht, denke ich mal.
Ja, also ich glaube, der Hauptpunkt ist eigentlich, das ist immer eine Community-Frage. Aber was natürlich auch so ist, wenn du dir OwnCloud anschaust, da ist es ja genau anders gelaufen, wie es halt dem Enterprise-Unternehmen OwnCloud jemals vorgeschlägt ist, dass die Entwickler gesagt haben, das ist nicht mehr unser Produkt.
Wir wollen eigentlich nur Open Source entwickeln und wir wollen gar nicht in diese Schleife reinkommen, dass wir erst irgendwas coden, was dann irgendeine Firma braucht und irgendwann später veröffentlichen wir das dann.
Ja, und die haben dann ihr eigenes Projekt geforkt und es ist Nextcloud. Und es ist jetzt einfach alles Open Source. Also da könnte man jetzt halt auch sagen, okay, das ist jetzt halt diese Gruppe halt an Kernentwicklern. Aber was man ja auch bei solchen Projekten immer sehen muss, ist halt, wie viele Forks gibt es eigentlich davon?
Also wenn wir jetzt auf Big Blue Button, das hatten wir vorhin schon mal angesprochen, das ist ja jetzt ein Projekt, das über zehn Jahre von Universitäten entwickelt worden ist, um halt diesen Kostenfallen von kommerziellen Softwarepaketen für Lehre halt zu entkommen, halt aus.
Man hat so ein Videokonferenzsystem, also nicht so wie einfach nur, dass man Videobildschirme teilt, sondern auch halt Vorträge halt teilen kann und Chat-System und ein ISA-Pad ist integriert und das ist halt einfach so, das hat über 1000 Forks.
Da sind verschiedene Firmen, sind die Hauptentwickler, also ziemlich weit über die Welt verteilt. Und da ist es einfach so, dass es einfach bedeutet, natürlich hat man jetzt da ein Ökosystem auch geschaffen, damit die Entwickler ja auch irgendwie bezahlt werden können.
Und natürlich gibt es da auch Firmen, die nicht ihren gesamten Quellcode, den sie da für sich halt entwickelt haben, dann direkt unter eine Open Source Lizenz stellen, weil die einfach für sich dann damit halt einen Markt entdeckt haben, wie sie dann halt Kunden gewinnen können.
Aber trotzdem liefern die so viele Verbesserungen an dem Gesamtsystem, die wieder zusammenfließen, dass halt der gesamte Mehrwert halt einfach zu betrachten ist.
Ja, das sind halt alles so, das kommt halt viel darauf an, wie die ganze Kommunikation abläuft, halt wie offen, das ist wie reaktionsschnell, die Leute sind halt, wie schnell so ein Fix da ist, wie schnell ein neues Release da ist und alles diese Sachen.
Wenn das alles stimmig ist, dann hat man erstmal ja keine, sollte man sich erstmal nicht weniger eine Sorge um diese Art Projekte machen. Also ich sehe eher so, bei so Sachen, die von vornherein in Konkurrenz sind, also da ist halt die Frage, welches bleibt eigentlich übrig.
Also weil die ziehen sich ja quasi entweder selber die Entwickler ab oder halt die haben so eine Art Wettrennen, was ja für, wenn da Leute in weiten Projekten sind, ja für die eine, denke ich mal, nicht so günstige Situation ist.
Ja, genau
Naja, ich weiß
es nicht genau, ich habe so manchmal das Gefühl, dass
Und dass inzwischen Firmen immer besser verstehen, wie das Ganze funktioniert und halt dann auch Wege finden, wie sie halt ihr Geschäftsmodell absichern können, ohne jetzt darauf angewiesen zu sein, den Code-Profil herzuhalten. Ein weiteres Beispiel, denke ich, wäre sowas wie Android oder so, das ist ja auch Open Source, aber es nützt halt nichts, dass es Open Source ist, wenn man jetzt quasi keinen Zugriff auf die Services hat, dann ist das Ganze nicht so viel wert.
Ja, ich bin mal
gespannt, wie sich das Ganze noch so
entwickeln wird.
Ja, das sind halt auch so viele Sachen,
da hat man halt bei der Entwicklung der GPL
auch nicht dran gedacht halt,
dass es mal eine Rolle spielen könnte,
weil man halt
so in dem Sinne von den Surfern,
wie wir sie heute kennen, das gab es halt nicht.
Ja, ganz klar.
Es sind halt heute viele Sachen, die sind halt
erst durch die Afero-GPL
abgesichert.
Also ist das deine Lieblingslizenz oder welche Version, LGPL 3 oder 2 oder vielleicht kannst du das nochmal kurz erklären, was du meinst, was die Softwarelizenz am wichtigsten wäre oder ist das eigentlich egal?
Ja, wenn man heute halt unter einer LGPL halt seinen Code veröffentlicht, dann hat man halt auch die Gewissheit, dass jemand, der quasi auf einer Surferplattform, wo der Code läuft, Änderungen macht, dass er die halt auch wieder veröffentlichen darf.
Das heißt, wenn er den Code, wenn er dann irgendwas weitergibt, dann gibt er halt auch den Quellcode wieder weiter. Und das war halt so ein Gedankenmodell für die GPL. Hatte man halt immer nur, man schreibt Code und gibt den dann weitergedacht, aber nicht halt an das Modell, was ist denn, wenn der Code quasi nur auf einem Surfer läuft und da immer weiterentwickelt wird.
Und das war halt, dass man das dann wieder rausgeben muss, das war halt dann nicht so abgedeckt.
Und man geht ja auch nicht automatisch in irgendwelche Konfrontationen, wenn man irgendwelche Dinge hat.
Aber es ist halt so, dass heute die stärkste Copy-Left-Lizenz ist halt die AGPL.
Da hat man halt eine gute Chance, dass der Code, den man selber darunter gestellt hat, halt immer frei bleibt.
Und es spielt natürlich noch eine Rolle, wie viele Entwickler dazu beigetragen haben, weil bei einer Änderung des Lizenzmodells muss man ja irgendwie jeden fragen, der irgendwelche Teile dazu gesteuert hat, ob er halt dieser Lizenzänderung zustimmt.
Und das ist halt so in gewisser Weise der Garant, dass der Linux-Körner quasi immer unter GPL bleiben wird.
Man kann sich dann halt vielleicht, kann dann halt schauen, welche andere Lizenz ist kompatibel mit der GPL, sodass man dann Code-Teile daraus in seinem eigenen Programm mit Zitat natürlich verwenden kann.
Und daraus entsteht aber auch genau dieses Problem, was Demian gelöst hat oder was für uns als Nutzer von Demian auch erstmal eine Überraschung war. Demian hat ja irgendwann entschieden, dass nur noch freie Software in ihrer Distribution ist.
Und das hat ja mal eine kurze Zeit dafür gesorgt, dass bestimmte Grafikkartentreiber nicht mehr funktionieren oder Grafikkarten nicht funktionieren, was dann auf einigen der Notebooks dazu geführt hat, dass man auf einmal nicht mehr Debian nutzen konnte.
Aber das hat sich ja alles geändert, weil jetzt ist das einfach programmiert, diese Sachen. Und es ist einfach Open Source. Und das sieht man einfach, die Power, die so ein großes Projekt hat oder die man auch selber entwickeln kann, wenn man sein Softwarepaket jetzt nicht nur als Python-Projekt auf Pypi oder Conda oder sonst wo haben will, sondern das in den Debian-Distributionen reingekommt.
Dann hat man halt nochmal eine andere Sichtbarkeit und hat auch nochmal andere Anwender, die dann auch wieder zur Code-Verbesserung beitragen.
Und ja, insgesamt ist das natürlich, kannst du jetzt ein Unternehmen, wenn du jetzt Ubuntu anschaust, wo halt jemand quasi eine Distribution geboten hat, der hatte ja auch mal die Idee, er macht ein anderes Lizenzmodell, sodass quasi jeder seine Software erstmal an quasi das Ubuntu-Projekt halt lizenziert und dann wird es zurücklizenziert.
Aber das hat ja nicht funktioniert, weil die Leute das einfach nicht mitgemacht haben.
Ja, und das heißt, du hast, das ist halt immer eine Community-Frage. Solange du ein einzelner Entwickler bist, dann hast du nur die Möglichkeit, selber Community aufzubauen.
Also jetzt, ich habe 2016 ein Softwareprojekt übernommen, wo man auch sagen kann, okay, die meisten der Entwickler, die sitzen jetzt in Jülich, aber es ist halt auch so, es wird international eingesetzt, sodass wir auch einfach Entwickler halt überall da haben, wo die Software eingesetzt wird.
Und das ist halt dann auch so, dass du halt in dieser Art Community hast, da haben wir den vollen Einschlag, dass halt alle Messkampagnen jetzt mit dieser Software gemacht werden, die komplett Open Source ist.
Aber es hat halt auch viele Anstrengungen gekostet, die aus einem Unternehmen rauszulösen als Open Source. Und aus dieser Erfahrung, die wir da gemacht haben, habe ich halt auch entschieden, dass wir immer auf externen Surfern die Software haben.
Also auf Bitbucket, GitHub oder sonst was. Weil einfach, das ist einfach ein Riesenaufwand, das mal rauszubekommen. Und jetzt aber, wo halt viele Firmen einfach auch viel offener damit umgehen, ist einfach, mein einfachstes Beispiel ist halt so, ja, wenn das Open Source ist, dann mache ich einen Fork mit meiner privaten Adresse.
Ja, entweder, damit ist das ganz einfach geklärt, ja, wenn das Open Source ist, darf ich das nämlich und wenn derjenige das nicht will, dann muss er halt sich überlegen, dass er nicht eine Open Source Lizenz nimmt und danach ist das Produkt halt frei, ja, sobald du das forgen kannst und hast halt die Möglichkeit Community aufzubauen oder die Tools auch irgendwo zu zeigen, dann spielt ja nur noch eine Rolle, wird das gebraucht oder nicht.
Und das, das ist, ja, ja, ja, also ich meine, ich, ich würde ja, ich würde ja auch sagen, es ist eigentlich super alles, aber ich habe immer so, ich weiß auch nicht, ob das als, ja, als Entwicklungsmodell immer so toll funktioniert.
Ich meine, wenn man jetzt zum Beispiel eben, Debian ist auch so ein Stichwort, wenn man sich das anguckt, ist halt die Frage, wie man das werten möchte. Ist das halt ein großer Erfolg? In gewisser Weise sicher, ja. Aber auf der anderen Seite, hat es halt wirklich funktioniert? Ist halt so eine andere Frage, wenn man sich jetzt beispielsweise anschaut, wohin geht eigentlich die Entwicklerzeit oder für welche Plattformen entwickeln Leute?
Und da hat, das ist jetzt auch schon alles lange her, keine Ahnung, wann ich das gelesen habe, ich glaube, Ingo Mollner hat sich das irgendwann mal angeguckt, irgendwie Anzahl der Pakete bei Debian oder so und das ging halt irgendwie so bis 10.000 ungefähr rauf und dann hat sich da nicht mehr viel getan, während die Anzahl der Applikationen jetzt in den App-Stores oder so ist halt irgendwie weit jenseits davon, also in ganz andere Regionen.
Und da konzentriert sich halt auch ein Hauptteil der Entwicklerzeit irgendwie einfach, weil es halt da möglich ist, den Aufwand auch irgendwie zu monetarisieren.
Das heißt, ja, würde ich sagen, schön, dass das alles geht und möglich ist, aber die Frage ist, wenn halt die meisten Entwickler ihre Zeit woanders verbringen, ja, wiefern…
Ja, das ist halt der Punkt mit der Welle. Das ist ja keine Gerade, sondern man muss das einfach, diese ganze Entwicklung, vielleicht ist es auch keine Welle. Ich sage manchmal auch, das ist so eigentlich wie im Schach diese Springerfigur. Du kannst entweder erst zur Seite und nach vorne oder erst nach vorne und zur Seite. Das ist ja dann auch im Prinzip symbolisch wie so eine Welle.
Oder du kannst auch zurück. Das kann halt auch passieren. Aber das ist halt auch letztendlich so. Man sieht das ja auch zum Beispiel jetzt an der ganzen Wiki-Welt, die wir hatten. Damals war das die einzige Möglichkeit, wie man Seiten erstellen kann als Benutzer, die es halt im Web noch nicht gab.
Heute gibt es einfach sehr, sehr viele Tools und man kriegt, also die Entwickler rennen einem da einfach nicht mehr die Türen ein, um so eine Software halt noch zu schreiben. Und das war halt vor fast 10 Jahren, 15 Jahren war das einfach anders.
Da war das die einzige Möglichkeit, wie man solche Sachen machen konnte und dann kamen halt andere Plattformen raus oder die viele gingen mit Git und Mercurial und so auf einmal ja prinzipiell auch schon in eine andere Richtung, wo man halt einfach, es gab dann auch schon einfache Server-Skripte, die einfach auf einem Repository gelaufen sind, wo man einfach dann ein Commit gemacht hat, wenn man eine neue Seite gemacht hat.
Also man hat einfach neue Wege gefunden, die vor allem halt in dem Entwicklungsstand, wo man war, einfach dann eine Bedeutung hatten, weil die entweder schneller waren, einfacher waren, weniger Zeit gekostet haben.
Und das ist halt, wie bei allen Sachen auch, die wir überall sonst auch haben, verschwinden ja die Sachen nicht.
Du hast eigentlich immer zu einem gewissen Prozentsatz alle alten Sachen auch noch.
Ja, aber reicht das, wenn sie nicht verschwinden?
Weil ich meine, möglicherweise werden sie halt so marginalisiert,
dass es halt irgendwann völlig in Vergessenheit geraten.
Also ich meine, auch dieses, wohin das eventuell sich entwickelt hat,
also früher haben Leute deutlich mehr eigene Webseiten betrieben
oder eben Wikis oder Blogs oder sonst wie Dinge in der Richtung,
was natürlich irgendwie ein gewisses technisches,
ja, technische Fähigkeiten in gewisser Weise voraussetzt und so.
das haben natürlich nicht alle. Und wo
passiert das heute? Und ich meine,
alle anderen müssen da auch dann hin, weil da halt
dann sozusagen die Aufmerksamkeit
ist, dass halt heute die großen
Social-Network-Seiten, da ist halt das
alles, was halt früher vielleicht irgendwo in einem Wiki
war oder in einem Blog. Nur
das ist halt, und natürlich
irgendwie auch Facebook oder so,
das basiert ja zum großen Teil,
aber das ist ja alles Open-Source,
aber
ja, irgendwie
Ja, genau. Also was wir jetzt da halt sehen, ist halt auch, dass man wieder eine andere Art Plattformmodell halt schafft. Also es ist ja nicht nur das, das sind ja auch diese großen Online-Kaufhäuser, die ja dann auch quasi durch eine Plattformstrategie dann einfach andere Märkte sich erschließen können, weil sie einfach sehr auf den Kunden zentriert sein können.
und durch die Möglichkeiten oder durch den Ausdruck, dass Zeit sehr teuer ist,
hat jeder das Bedürfnis, möglichst wenig Zeit zu verbringen.
Das heißt, das ist auch nochmal eine Bewegung, die einfach dazu strebt,
wenn du das im Internet machen kannst, dann machst du das im Internet.
Das wird sich noch fortsetzen.
Das wird für viele Geschäfte noch ein größeres Problem sein.
Das wird jetzt auch noch mal extrem verstärkt
durch unsere Situation aktuell.
Das ist aber einfach, dass Geschäftsmodelle
auf Basis des Internets
immer noch neue dazukommen, und zwar viele.
Da wird es dann auch wieder eine Weiterentwicklung geben,
die es vielleicht jetzt schon gibt, die wir einfach nicht kennen.
Noch nicht sehen können, ja.
Und das ist halt, ja, heute versuchen halt im Prinzip,
auch die Browser bewegen sich ja in diese Richtung.
Das ist ja heute ja quasi ein Betriebssystem, so ein Browser.
Ja, oder kann das sein?
Und das war ja früher nicht, ja.
Also ich, man sieht das ja jetzt schon an den ganzen Anwendungen,
wenn man, zum Beispiel gibt es Sachen,
wo du quasi ganze Maschinen im Browser erstellen kannst,
oder zumindest darauf zugreifen kannst,
aber das ist quasi, du brauchst keine zusätzliche Applikation mehr,
sondern nur etwas, was quasi im Browser läuft.
Und das ist halt eine Entwicklung.
Ja, könnte man jetzt schon machen eigentlich, ja.
Ja, und da wird sich einfach, das wird halt die, du kannst halt, du siehst ja auch, wie die anderen Firmen dann reagieren.
Ja, Google hatte damit angefangen mit den Office-Paketen, die quasi nur im Browser waren, ins ganze Storage, ja.
Das ist ja eines der Kerngeschäfte von Google.
Ja, und Microsoft sieht das jetzt nach.
Microsoft hat erkannt, dass man ihr Modell Software-Miete
in mehr bringt, als jetzt halt noch diese Lizenzen zu verkaufen,
weil sie dadurch natürlich dann auch die ganzen Daten
ihrer User nicht in der Google-Cloud haben.
Ja, also der Microsoft-Chef, der hat irgendwie jetzt gesagt,
dass du irgendwie völlig falsch eingesteckt hast,
wie wichtig Open Source ist.
Dass ja auch der Bild nochmal wiederholt oder so.
Ja, ja, ja.
Ich erinnere mich da ja auch noch dran.
Also Ende der 90er und so,
das war halt so,
war halt Microsoft das Evil Empire
und Bäumer damals sagte irgendwie so Dinge wie
Open Source ist Krebs und wir müssen es bekämpfen.
Ganz furchtbar.
Und ja, inzwischen hat sich das ganz schön geändert.
Also Microsoft ist da,
oh, das, genau, ich meine,
das wäre auch noch so ein,
das sind alle nochmal eigene Themen eigentlich.
Microsoft kauft da ja, wie es
viel Infrastruktur gerade auch
ein und tatsächlich muss man,
das hätte ich auch nie gedacht, dass ich das mal sagen würde,
aber froh sein, dass Microsoft das macht und
nicht irgendjemand anders.
Tatsächlich irgendwie, Microsoft hat
GitHub gekauft und jetzt letztens hat
Microsoft NPM gekauft.
Ja, sie betreiben wahrscheinlich
einen der meistverwendeten,
entwickeln einen der meistverwendeten Editoren.
Ja, so.
Ist halt alles jetzt
auf Elektron-Basis irgendwie und dann
wird da viel RAM gebraucht, aber wahrscheinlich
kann man mit dem ja auch eh bald umschmeißen.
Ja, aber du siehst halt auch
die Escher,
das läuft auch halt auf
Linux-Basis.
Oh, gerade von Linux reden, der Torwald hat
heute von Intel oder gestern
von Intel zu AMD gewechselt, wenn ich das mitbekommen habe.
Das stimmt.
Das nur so als kleiner Funfact am Rande.
Ja, ich finde das
sehr spannend, was er über Open Source erzählt, aber ich wollte noch mal
den Reimer fragen. Du hast sehr viel jetzt auch von
Google Summer of Code erzählt und du bist da
Mentor, habe ich jetzt rausgehört. Vielleicht kannst du
darüber noch ein bisschen
einen kleinen Einspruch
Ja, das ist
1994
Irgendwie so hat
Google halt
das
Muss ein bisschen später sein
15 Jahre
Müsste das her sein, musste gerade
Das hat Google erkannt, dass es nützlich ist, wenn Studenten schon sehr früh mit Open-Sourcen in Berührung kommen, weil das halt auch eine Möglichkeit ist, eine ganz andere Kulturerfahrung zu machen, auch was das Arbeitsleben angeht.
Weil wir kennen das ja bei uns eigentlich fast immer oder jetzt vor der Corona-Zeit eigentlich eher so.
Man fährt in eine Firma und hat eine Arbeitsgruppe und trifft sich mit der und arbeitet dann zusammen.
Und also Google Summer of Code funktioniert halt anders.
Und zwar kann man seinen Studenten, der dann von Google bezahlt wird, eigentlich gar nicht sehen.
Das heißt, man kann nur mit Remote mit ihm zusammenarbeiten.
Und das ist ja was, was in den Open-Source-Projekten ja sowieso so gelebt wird.
dass in der Regel halt häufig die einzelnen Entwickler einfach tausende Kilometer auseinandersitzen
und dann andere Kommunikationswege brauchen.
Und bei Google Summer of Code ist das einfach so,
dass es eine Bewerbungsphase für Open-Source-Projekte gibt
und die dann halt auch Aufgaben definieren oder Ideen definieren,
die so ungefähr drei Monate Vollzeitarbeit im Sommersemester, Ferien halt, realisierbar sind.
Und die Studenten schreiben dazu einen Proposal und dann, wenn man mit dem Studenten und dem Proposal klarkommt, dann meldet man halt in diesem Auswahlverfahren, dass man eine bestimmte Anzahl an Studenten mentoren könnte.
Und Google überlegt sich dann für jedes Projekt oder insgesamt für die Projekte, wie viele Studenten sie dann finanzieren wollen. Und das sind halt so die Finanzierungen, die ist so ein bisschen nach dem Prinzip geregelt, wie viel das Geld auch in dem jeweiligen Land wert ist.
Und in Deutschland würde so ein Student halt 5000 Euro für so knapp drei Monate Programmierarbeit bekommen. Und ja, die Idee ist einfach, das funktioniert halt deswegen, weil wenn das ja Open Source ist, dann kann das ja finanziert werden.
Und es spielt aber da ja auch keine Rolle, wenn man halt so eine Qualitätssicherung haben möchte oder für diese Projekte, dass egal wer den Code nochmal anschaut. Also dieses Modell ist halt sehr gut überlegt und das passt halt ganz gut in die Open Source Welt, weil die Projekte auf einmal neue Leute bekommen, die sich dann auch vielleicht unabhängig von Google Summer of Code für das Projekt weiter interessieren.
und dann aber auch gleichzeitig lernen, Studenten halt in solchen Projekten zu arbeiten
und sammeln in solchen Projekten halt Erfahrungen,
die sie dann vielleicht später halt bei anderen Projekten auch einsetzen können.
Ja, und das ist halt was, was ich glaube ich 2007 oder 2008 oder so, weiß ich gar nicht mehr,
habe ich das glaube ich das erste Mal gemacht, haben wir das für 9.9 halt gemacht
und jetzt mache ich das jetzt für mein Projekt halt jetzt das zweite Jahr.
Das ist Mentoren. Das bedeutet halt, dass man Studenten hat, die halt sich qualifiziert haben, halt auch schon vielleicht, dass sie halt einfach in das Projekt, in der Bewerbungsphase einfach schon mal sich Bugfixes überlegt haben und dann die committed haben und dann halt ein gutes Proposal geschrieben haben und dann kann man die halt auswählen.
Und ja, die arbeiten jetzt, das fängt jetzt an, die Coding-Phase fängt jetzt am 1. Juni an und dann gibt es halt mehrere Evaluationen.
Das heißt, es ist nicht einfach so, ja, man hat jetzt einen Studenten, der bekommt jetzt Geld von Google und das war's.
Nein, es ist halt so, dann muss ein regelmäßiger Abstunden, gibt es halt so eine Evaluation und wo man halt dann seine gegenseitige Arbeit auch bewerten muss.
Also der Student bewertet den Mentor und der Mentor den Studenten und ja, dann kann man den halt passen, das heißt halt, der bekommt dann Geld von Google oder ja, wenn es nicht funktioniert, kann man halt auch dann sehr frühzeitig aussteuern.
Du hast ja, welcher Herren Länder hast du jetzt deine Menschen, die du da bekommen hast, schon gesehen? Wie viele Frauen gibt es da bei den Menschen, die sich bewerben auf dein Projekt, auf eure Projekte? Und das fand ich natürlich auch mal so interessant, was da so kommt, wer sich bei Google gerne bewerben müsste.
Also wir hatten jetzt halt durch die Corona-Situation das Problem, dass quasi in dem Auswahlverfahren Google halt die Regeln ein bisschen geändert hat.
Und ich finde das auch im Nachhinein richtig halt, aber es ist halt dann im ersten Moment, wo du halt sehr viele Studenten hast, die sich halt da an der Bühne, finde ich das halt schon dann quasi in dem Prozess halt ziemlich unglücklich halt.
Und was wir zum Beispiel hatten, war auf einmal, dass wir drei Mentoren pro Studenten stellen müssen. Und das hat einfach zur Konsequenz, dass wir nur zwei nehmen können. Das ist halt schade. Und das ist halt, während man sonst halt außerhalb von Corona ja einfach auch überlegen könnte, okay, man könnte vielleicht mehrere Parallelen machen, aber wenn man so eine harte Grenze hat, dann ist das einfach schwierig.
Ja und zu der Frage zu Frauen, wir hatten mehrere Frauen, die sich in dem Projekt beworben haben, aber es hat halt nicht und wir hätten eigentlich auch, wenn wir mehr genommen hätten, mehr nehmen können und wir haben uns halt so entschieden, wie wir uns entschieden haben.
Okay, also mich hat natürlich interessiert, wie so der Anteil mittlerweile ist, weil das ist natürlich so ein bisschen das Problem generell der Szene ist, Frauen irgendwie zu begeistern für Programmieren und Technik und das irgendwie schön wäre, wenn das so ein bisschen paritätischer würde im Laufe der Zeit und deswegen hatte mich einfach interessiert, weil Google ja immer so, der Shining Star am Horizont ist, dass er tatsächlich vielleicht auch am meisten Mädchen anzieht und deswegen hatte mich tatsächlich interessiert, wie so die Quote bei dir, bei euch war irgendwie auch das Projekt auf den Bewerbungen.
Also man sieht, dass man so einen Fortschritt erkennen kann.
Also wir sind jetzt ja auch alle Jungs
und wir hatten leider noch keinen weiblichen Gast hier im Podcast,
obwohl ich es mal versuche, aber es ist gar nicht so einfach.
Ja, also wir hatten also mehrere.
Und das Problem ist halt,
also ich habe jetzt dieses Jahr zum Beispiel auch,
gerade durch diese Problematik mit dem Covid-19,
habe ich in der Firma ganz andere Aufgaben, als ich überhaupt gedacht hätte.
Und dann kommen noch Homeoffice dazu und das war für mich einfach schon sehr schwierig überhaupt.
Als dann die Situation kam, wir müssen jetzt auch noch drei Mentoren stellen
und dann ist in der gesamten Python-Community die Anzahl der Mentoren dieses Jahr so niedrig wie noch nie.
Also alle haben Probleme einfach mit der Situation. Und da kannst du halt nicht dann noch sagen, okay, dass das jetzt eine gute Entscheidung ist, dann mehr zu betreuen. Das geht einfach nicht. Und das muss man einfach selber dann akzeptieren. Und dann haben wir halt nach dem Prinzip, nach dem Releaseplan des Projektes entschieden.
Das ist ja auch ein Digitim, dass man halt die Sachen halt, die man so erst später braucht, erst später dann auch vielleicht entwickelt.
Also wir müssen halt auch schauen, wie die Leute, die noch Mentoren wollen und können, wie das dann zusammenpasst.
Und dann kann man halt nicht, dieses Problem hatten alle dieses Jahr.
Und daher ist das halt,
dieses Jahr ist das ein richtiger Einbruch,
während eigentlich immer die Projekte
oder die Python-Projekte angestiegen sind,
haben wir halt dieses Mal ziemlich eine sehr niedrige Quote.
Ja, hoffentlich wird das bald wieder begangen.
Ja, aber ich denke auch,
das ist halt eigentlich schon ein relativ wichtiger Punkt.
Aber das ist halt auch die Frage,
was man halt sozusagen als Kern von so einem Projekt sieht
oder was man als wichtig
betrachtet. Ich finde das bei Django ganz
interessant, weil die ja da sehr viel Wert
legen auf irgendwie diese
Diversity.
Ja, einfach deswegen, weil sie halt
also die Argumentation ist ungefähr so,
dass halt eben das
Entscheidende für ein Projekt langfristig ist,
ob die Community funktioniert oder nicht
und ob das klappt oder nicht, hängt
halt sehr stark damit zusammen, ob du es schaffst
irgendwie unterschiedliche
Leute irgendwie an das Projekt
zu binden, weil du halt
viele interessante Geschichten nur aus unterschiedlichen
Bereichen bekommst und
ja, sich natürlich auch die Art der
Leute, die sich damit beschäftigen, halt über die Zeit
ändert. Ja, das ist das Bias of a single
Story, du hast nicht nur eine Geschichte
aus einer Perspektive, die erzählt wird, sondern du hast halt tatsächlich
eine Begrüßung.
Genau, genau, sodass halt das
dort in gewisser Weise so als das
Kernding gesehen wird, überhaupt diese Community
so lebendig zu halten,
dass quasi die Software
mit überleben kann. Ich fand
das ganz interessant, das habe ich letztens
Ich erinnere mich jetzt ehrlich gesagt nicht mehr genau, in welchem Podcast ich das gehört habe, erzählte irgendjemand, dass er gehört hätte, insofern ist es jetzt schon über zwei Ecken, dass vielleicht für Python auch irgendwie der Grund, warum es Python so gut geht gerade, und das tut es ja im Verhältnis zu anderen, vielleicht der etwas glückliche Grund war,
dass halt zu der Zeit, wo es die Änderung von Python 2 auf Python 3 gab, also den Wechsel, gleichzeitig einen Zustrom aus einer neuen Quelle von Leuten gab, die in die Community mit reingekommen sind, nämlich Data Science.
Wenn das nicht passiert wäre,
dann wäre halt sehr fraglich
gewesen, ob das sozusagen
überhaupt so wirklich zu schaffen gewesen wäre.
Oder so ist halt sozusagen
die Geschichte
an der Stelle, die Anekdote, dass halt
wenn man jetzt quasi keine
neue Quelle an Leuten, die halt
dafür gesorgt hätten, dass es eine aktive Community
gibt, gehabt hätte, dann hätte man
halt, wäre halt ein Großteil der Community,
oder ein wesentlicher Teil der Community bei Python 2
geblieben. Man hätte ein großes Problem
gehabt, weil
ja, sozusagen
dann hat man halt plötzlich zwei
Interpreter, in denen entwickelt wird
und so weiter und so weiter und das war
halt genau zum richtigen Zeitpunkt und dass das halt
alles so passiert ist, ist halt mehr oder weniger auch Glück
oder halt auch ein Zeichen dafür, wie wichtig
es ist, dass halt unterschiedliche
oder ja,
Leute aus unterschiedlichen Bereichen halt
in so einer Community dann irgendwie
andocken können.
Ja, man
muss so mal aufpassen, dass
dass man Diversity ist halt
viel mehr als halt nur
eine Geschlechterfrage.
Das ist halt kulturell
und halt auch über
Altersgrenzen halt.
Und das ist halt
was, wo
Palten sehr lange schon
Diversity-Statements
halt hat und
auch halt das lebt.
Ja genau, das mit dem Leben fand ich irgendwie so toll
und sehr wichtig. Also das hat mir besonders gut gefallen,
weil also
man findet das wirklich selten so offen
wie in Software. Also ich war jetzt auch noch
nicht in zu vielen Communities, um das richtig beurteilen
zu können, aber das ist mir wirklich aufgefallen,
dass das so gelebt wurde, wie ich
es mir immer so vorgestellt hätte und wo ich es sonst
immer nicht so vorgefunden habe, wo dann immer irgendwie dann
doch so die kleinen
Intrigen und Dinge irgendwie
aufkamen, die so nicht so sind. Vielleicht stecke
ich da auch noch nicht tief genug drin und übersehe
das bei Weißen dann doch, aber ich hatte
das Gefühl, dass zumindest die Leute alle mit offenen Armen
empfangen worden sind, egal was sie
für Menschen waren.
Ja. Das fand ich sehr gut.
Ich höre das auch immer von Leuten, die aus anderen Bereichen kommen,
dass wenn sie das dann halt mal mitbekommen
und ganz
erschauend sind, dass es halt so läuft und
dass sich die Leute tatsächlich helfen und
die
Ressourcen irgendwie ins Netz
stellen und
in anderen Communities ist es halt überhaupt gar nicht so
und überhaupt nicht selbstverständlich.
Und dann ist natürlich die Frage, ja gut, gibt es noch
irgendwelche fiesen Dinge, die Leute
abschrecken, für die wir inzwischen blind geworden sind?
Also entweder, weil man aus einer bestimmten Position halt nicht davon betroffen ist.
Wenn man jetzt zum Beispiel zu einem Geschlecht gehört, dann hat man damit halt vielleicht nicht so ein Problem und sieht das gar nicht.
Oder ist es halt so, dass es ein Marketingproblem ist und eigentlich ist es halt einfach nur nicht bekannt, dass das halt eine total flauschige, irgendwie nette Gruppierung ist.
Und der Eindruck ist, das sind halt komische Typen, die irgendwie seltsame Dinge machen und riecht alles so ein bisschen irgendwie, ja.
Ich weiß es nicht, keine Ahnung.
Da passiert einfach das Gleiche wie auch bei den anderen Projekten. Es gibt dann einfach eine Abspaltung und es gibt dann halt zwei Gruppen. Das ist auch bei Communities einfach der Fall.
Es ist ja nicht immer so, dass dann einfach auch mal einfach nur der Moderator wechselt oder der Sprecher oder so. Es gibt halt auch, wenn es diese Konflikte gibt, dann gibt es auch Spaltungen von Communities, aber in der Regel ist das ja dann immer so ein punktuelles Problem, sodass die anderen, die dann in der Community sind, das ja dann auch wieder dämpfen können und das auch dann irgendwie sich wieder erklärt halt.
Ja, also das gibt es in der Python-Community so wie überall auch. Es ist vielleicht einfach nur so, dass man halt dann trotzdem versucht halt wieder dann oder hat genügend Pole, die das dann versuchen wieder aufzufangen.
Und ja, das ist halt, wenn man sich anschaut, was wir ja auch sehr häufig praktizieren, das sind ja diese großen Konferenzen oder auch kleineren Treffen. Und das bringt halt einfach auch eine gewisse Entspanntheit, wenn die Leute sich erstmal kennenlernen.
Also dann ist halt auch vielleicht so ein Missverständnis mal aufzuklären.
Und das ist vielleicht bei anderen Communities,
die nicht so einen regen Austausch haben, einfach viel schwieriger.
Tja, ja.
Was mich auch noch interessieren würde,
da habe ich so ein bisschen auch schon immer mal wieder drüber nachgedacht,
und ich habe auch noch nichts gehört, was mich wirklich total überzeugt hätte.
Was wäre denn eure Idee für, wie kriegt man mehr, wie kriegt man dieses Marktversagen,
dass es halt irgendwie wichtige Dinge gibt, die eigentlich gemacht werden müssen,
aber keiner zahlt da irgendwas für und irgendwie die Leute, die das machen,
irgendwie müssen das halt auch von ihren Ersparnissen her irgendwie finanzieren
oder verdienen halt deutlich weniger, als sie könnten, wenn sie irgendwie andere Sachen machen würden.
Was wären denn aus eurer Sicht Möglichkeiten, an diesem Problem irgendetwas zu tun?
Also es gibt ein paar gute Ideen, die man da auf jeden Fall haben kann.
Also was mir jetzt als erstes einfällt, ist, dass das natürlich auch immer dann ein Bias hat.
Also wenn du jetzt einen Wettbewerb auslobst über die beste Software und den irgendwie mit Preisgeldern versiehst,
dann werden da auch bestimmte Leute von angezogen und halt nicht vielleicht die Leute,
die tatsächlich die richtige Arbeit machen irgendwo außerhalb dieser ganzen Kreise.
Aber die Frage ist halt vielleicht, also ich finde so eine moderierte Idee gar nicht schlechter,
wenn man jetzt wirklich eine Art Budget hätte.
Ja, das gibt halt einen Fonds, einen Fund, der von wahrscheinlich einer Regierungsstelle mit Geld versorgt wird und der dann irgendwie kuratiert entscheidet, vielleicht auch nach so einem Zyklusprinzip, welche von den Projekten denn, wenn die jetzt bestimmte von mir aus Voraussetzungen erfüllen, Entwicklerstellen oder halbe Stellen oder wie auch immer unterstützt bekommt.
Und da kann man glaube ich relativ viel machen. Also wenn das halt mit der Community quer gekoppelt ist und die Kommunikation in verschiedenen Richtungen offen ist und es halt nicht darum geht, dass wer wieder an den Fleischtöpfen sitzt, sondern tatsächlich so ein bisschen dezentral organisiert werden kann, wäre das doch eine Chance da, so ein bisschen noch mehr Attraktivität zu erhöhen.
Weil ich glaube, das ist tatsächlich gar nicht so relevant, weil wenn ich jetzt gerne Open Source entwickeln möchte und ich bin jetzt beispielsweise Anfänger und ich muss jetzt gucken, dass ich mit meiner Zeit, man hat ja noch Familie und dies und das, so umgehe, dass ich irgendwie noch überleben kann oder mein Leben fristen kann und gleichzeitig irgendwie Open Source committen möchte, dann kann das schon ein Trade-off sein.
Und der Open Source unter Umständen dann gute Entwickler kostet. Und da muss man vielleicht tatsächlich dafür sorgen, dass die Leute auch die Möglichkeit haben, noch ein bisschen mehr zu partizipieren.
Ja, was du ja als Firma auch hast, ist ja die Situation, dass du jetzt ein Open Source Produkt hast und du kommst mit diesem Entwicklungszyklus ja gar nicht klar. Ja, weil wenn du jetzt in der Firma bist, hast du ja so die Vorstellung, du hast jetzt eigentlich zehn Mitarbeiter, die können das jetzt nur leider nicht, ja, aber wenn das ja deine Software wäre, dann würdest du ja einen Zeitplan haben, wo du genau wissen würdest, wann diese Software dieses Feature hätte.
Jetzt ist das aber so, jetzt bist du abhängig von so einer Open-Source-Software, die ganz anders funktioniert, weil diese Community sagt auf einmal, ja, das ist schön, dass du diesen Feature-Request da reingestellt hast, aber das ist bei uns nicht im Release-Plan und das kommt erst nach Version 2 raus.
Das heißt, da würde die Community ja gar kein Interesse haben, so gesehen daran zu arbeiten. Aber da gibt es ja dann die andere Möglichkeit, die die Firmen auch nutzen. Die sorgen einfach für einen Sprint. Also die sorgen dafür, dass dann die Entwickler zusammenkommen und auch der Maintainer. Und sie finanzieren den Sprint deswegen, damit einfach diese Änderungen, die sie brauchen, dann auch in den Code reinkommt.
Also deine Idee wäre, Firmen finanzierte Sprints abzuhalten noch mehr.
Ja, das wäre, dann würden die ja auch einen direkten Nutzen daraus haben.
Also es gibt da tatsächlich auch eine, weiß jetzt gar nicht welche Form diese Organisation hier hat,
Tidelift.com zum Beispiel, die machen das so, dass man halt sozusagen Subscription für Open Source irgendwie Software abschließt
Und dann halt zum Beispiel die Möglichkeit, einen Gegenzug bekommen, zu sagen, welche Features denn jetzt nun mit Priorität irgendwie behandelt werden sollen oder nicht. Das ist vielleicht so ein ganz interessantes Modell. Also solche Sachen kann man sich schon überlegen, dass halt die Firmen tatsächlich direkt dann halt irgendwie einen Vorteil dadurch haben, dass sie irgendwie, weil sonst wäre es halt eine Spende.
und man hat immer das Problem in der Firma,
wenn man jetzt Geld ausgeben möchte,
dann hat man, also
so kleinere Sachen sind oft nicht so ein Problem,
aber die Frage ist dann halt immer,
okay, wofür wird das Geld
ausgegeben, was ist also wirklich der Grund und
kriegt man das auch nicht irgendwo
billiger? Ja, da kommt der Controller vorbei,
der streicht das wieder zusammen. Genau, und das ist bei Open Source schwierig,
weil es ist halt, theoretisch müsste man ja gar nichts
bezahlen, dann sagt man, okay, aber
wieso bezahlst du dann, das ist ja Quatsch, dann wird's gestrichen.
Ja,
sowas wie Titleift wäre halt eine Möglichkeit
zu sagen, ja, aber dafür bekomme ich halt
Priorisierungsgeschichten oder
irgendwie, weiß ich nicht,
irgendwelche Update
Security oder sonst wie
Vorteile.
Naja.
Du hast ja auch
noch ganz andere Probleme.
Ich mache ja zum Beispiel
total viele Sachen ehrenamtlich.
Also, weil mir das
einfach Spaß macht.
Wenn ich ja jetzt quasi Geld
dafür bekäme,
dann habe ich ja ein ganz großes
Problem eigentlich.
Und das ist für mich ein viel größerer
Aufwand, als einfach zu
sagen, ja, zu dem Zeitpunkt
habe ich Zeit und
ja, dann machen wir ein
Barcamp oder so. Das könnte ich mir ja auch
im Endeffekt,
könnte ich ja das ja auch vermarkten,
dieses Konzept.
Aber das ist einfach,
das würde den ganzen Community-Gedanken
stören.
Wenn ich das ehrenamtlich mache, dann ist das einfach so, ja, es ist alles geregelt und wir haben so eine Art Party.
Mehr ist das ja in dem Sinne ganz übertragen.
Es sind ganz viele tolle Leute da und wir erzählen uns gegenseitig zwei Tage lang, was wir an tollen Sachen entdeckt haben, was wir wissen wollen.
Ja, dann geht es wieder los.
Das ist halt genau das Problem.
Jetzt kommt diese Firma und sie hat jetzt ein Open-Source-Projekt und das ist ja nicht wirklich greifbar, dass sie da jetzt bei jedem, wenn da jetzt keine Firma dahinter steckt oder jemand, der das finanziell abwickeln kann, dann ist das total erstmal ganz schwierig, dann ein Konzept zu finden, wie man das dann so geregelt bekommt, wie die das haben möchten.
Und daher ist es ganz wichtig, dass halt die Software-Open-Source-Szene halt ein Ökosystem braucht von Firmen, die dann auch mit dieser Software Geld verdienen können. Das ist essentiell, sonst kannst du diese Situation gar nicht auflösen.
Wenn du jetzt zum Beispiel bei Plon anschaust, da gibt es ja auch einige Kernentwickler, die ganz sehr kleine Firmen haben.
Was heißt sehr klein? Kleine Firmen haben und da ist es einfach dann auch möglich, eine Plonentwicklung in Auftrag zu geben.
Und das könntest du gar nicht, wenn du jetzt halt nur so ein Modell hättest, wo du halt Open Source Entwickler hast, die einfach über die Welt verteilt sind.
Das muss halt, wenn man, muss diese ganzen Sachen sehen. Also die Interessanten oder das, was die Open Source Projekte erreichen können, ist quasi so ein Ökosystem zu bauen, dass ihre Entwickler dann darüber auch finanziert werden können.
Das setzt aber voraus, dass die natürlich auch entweder in der Firma arbeiten wollen mit dem Produkt oder halt so eine gründen wollen. Das ist halt, schließt dann den Kreislauf wieder, weil dann auch quasi dieses Gedankenmodell halt funktioniert, dass die ja quasi nur eine Dienstleistung an dem Produkt machen.
Und sie besitzen es ja nicht. Das ist ja der Unterschied. Bei einer Firma, die würde sagen, ich besitze ja dieses Produkt. Und bei der Open-Source-Szene ist das ja so, dieses Produkt gehört der ganzen Welt. Da gibt es keinen einzelnen Besitzer.
Es gibt eine Community, die man bevorzugt, weil die tolle Arbeit macht und weil man der vertraut, dass die Veränderung dann auch schnell einfliegt, die man braucht. Aber ansonsten, eigentlich gehört das Produkt ja schon der ganzen Welt. Das heißt, wenn man unzufrieden ist, dann kann man eine andere Lösung suchen.
Das hat aber eine Firma nicht, diese Möglichkeit. Die hat ihr Produkt und hat dann nur dieses Produkt. Und wenn die jetzt ein Open-Source-Produkt nutzt, dann muss sie halt einen Weg finden, wie sie das weiterentwickeln kann. Und das kann sie entweder dann nur, indem sie eigene Ressourcen einbringt oder halt das Glück hat, dass die in der Open-Source-Szene halt Firmen sind, die man dann beauftragen kann. Und das Modell, das nimmt halt zu. Also das sehe ich so, dass das zunimmt.
Ich finde wirklich wichtig, dass man da tatsächlich nochmal mehr mit öffentlichen Geldern irgendwie arbeiten kann.
Ja, ja, ja. Also ich würde sagen, diese Fondsgeschichte ist jetzt mehr so die Frage,
wie man das verteilt oder wie man priorisiert, wo welches Geld hinkommen soll.
Aber tatsächlich würde ich jetzt so von einem globalen Blickwinkel aus sagen,
ja, warum nicht irgendwie Amazon, Google, die ganzen, die davon profitieren,
Das ist halt, dass ihre Infrastruktur Open Source ist, besteuern und dann die Steuern dazu verwenden, um die Infrastruktur zu bauen.
Das ist sogar wahrscheinlich letztlich auch für die großen Firmen das Beste, um halt so ein bisschen das Marktversagen, das es an der Stelle schon gibt, auszugleichen.
ich fürchte tatsächlich, dass
viel
Infrastruktursoftware
wird nicht so stark entwickelt,
wie es eigentlich,
wie der Bedarf da wäre.
Also, dass da auch,
ich weiß, es gibt viele Firmen im
Umfeld von Projekten wie Django oder
Pandas oder so, aber dass die wirklich
nennenswert zur Entwicklung beitragen würden,
weiß ich jetzt nicht.
Und
Projekte haben oft ein großes Problem,
Leute dann tatsächlich zu beschäftigen oder halt
Es gibt immer so kleinere Spenden oder es gibt halt irgendwie so Sponsorengeschichten bei Konferenzen, aber diese Beträge sind immer sehr volatil. Also das ist halt in einem Jahr ist das halt mal super, im anderen Jahr, jetzt zum Beispiel, glaube ich, ist das für viele Projekte ein echtes Problem, dass es eben zum Beispiel keine Konferenzen gibt und dann diese ganzen Sponsorgeschichten halt alle ausfallen und darüber kann man halt dann nicht so gut irgendwie Entwickler fest bezahlen.
Das geht halt einfach nicht so gut.
Keine Ahnung.
Anderes Modell fand ich auch super interessant.
Wäre halt sowas wie, da meint jemand, ich glaube das war Russell Kiesmicki, auch einer von den Django-Community-Leuten.
Warum nicht einfach eine Checkbox irgendwie an der Stelle anbringen, wo das Geld sozusagen zwischen Parteien ausgetauscht wird.
Nämlich irgendwie bei sowas wie den ganzen Cloud-Hosting-Geschichten halt bei AWS oder so, wo man dann halt einfach noch anklicken kann, okay, ein Prozent vom Umsatz soll irgendwie an die anteilig verteilt werden, an die Open-Source-Projekte, die sozusagen daran beteiligt sind, dass es diese Service überhaupt geben kann.
ja, dass man dann an der Stelle halt
so ein bisschen was abzwackt von dem Geld, was
da durchströmt.
Weil das ist ja auch eigentlich auch ein
krasser, krasses Missverhältnis,
dass dann Amazon so viel Geld damit verdient,
mit Arbeit, die sie eigentlich gar nicht selber geleistet haben.
Ja, ja, das ist halt genau das Ding, wenn das halt nur so voluntary
alles ist und wie der Reimer sagt, dass du halt
irgendwie da selber irgendwie aus Spaß dran sitzt,
das gibt halt dann, also für uns
ist das vielleicht sogar irgendwie alle noch möglich, aber
spätestens wenn der Ehepartner
auf den Kies geht und die hungern Moiler
da stehen und sagen, hier, ich brauche aber was zu essen,
das kann ja nicht schwierig werden. Also gerade je nachdem,
wo man auf der Welt auch sitzt und so,
ist das vielleicht dann mehr oder weniger schwierig.
Und da muss man eigentlich tatsächlich dafür sorgen,
dass irgendwie da Geld mit verknüpft werden kann
irgendwo.
Also finde ich jetzt. Also ich finde das, glaube ich, relativ essentiell.
Also ist das vielleicht eine kapitalistische
Haltung an der Stelle, aber
irgendwie müssen die Leute ja
zu Brot kommen, wenn das
gerade sonst nicht ist.
Ja, das ist halt das Schwierige
bei der situation letztendlich hast du etwas geschaffen ja vielleicht in einer
zeit wo es dir gut ging ja und dann geht es ja halt nicht so gut aber dieses
produkt ist auf einmal quasi der renner und ja es entwickelt aber auch keiner
weiter und dann hast du halt genau diese situation die einige schon erfahren
haben da kann halt auch letztendlich nur die größere community dann helfen dass
da wieder raus kommst und dann hast du ja aber schon auch das glück dass sein produkt ja gebraucht
wird ja also vor einiger zeit ich glaube dass da ist halt ein da ist sind halt bei open ssh nicht
oben ssl oder so der ist der hauptentwickler der war arbeitslos ja das kann man sich gar
nicht vorstellen dass das so was passiert ja und das hat es aber dann auch als das bekannt
geworden ist war das problem aber auch relativ zeitnah dann wieder gelöst ja und aber das ist
halt auch so ein punkt hat nur community hilft also die open source community egal von welchem
projekt sie die arbeit in der regel mit anderen projekten zusammen also und auch erhalt in solchen
sachen sonst würden sich solche sachen überhaupt nicht verbreiten ja und da das ist so eine
individuelle lösung immer und ich weiß nicht ob ein modell hilft wo dann irgendwelche konzerne
irgendwo in geld verteilen weil das da muss ja auch ein empfänger sein und das muss auch
irgendwie geregelt sein momentan sehe ich halt so modelle halt auch bei der psf finden also
breiten software foundation finde ich das gut dass man da halt das große form der sponsoren
sind und dann quasi auch dass wir uns quasi dadurch leisten können dass wir die breiten
software foundation halt auch quasi büros hat und dass wir eine verwaltung da haben und ja was wir
sonst ja auch quasi nur diesen normalen verein führen könnten und solche modelle in sind ja auch
quasi nur durch sponsoring kann zu realisieren und die die anderen sachen sind halt ja das ist
ein freund von mir der sagt halt immer wir müssen eigentlich auf den grund gehalten es ist eigentlich
total unsinn dass das gehalt so unterschiedlich ist wie soll das eigentlich weitergehen also sein
modell ist halten der zukunft das einfach die arbeit ihr gleichwertiger bezahlt wird und man
einfach ein Grundgehalt hat und da
sich auf Basis dieses Grundgehalts
einfach schon mal keine Sorgen mehr
machen muss. Man könnte ja in Deutschland mal die
Bundesligaspieler besteuern und denen sagen, die sollten ein bisschen
da beitragen.
Entschuldigung, kleiner polemischer
Kommentar. Das wäre halt so ein Modell.
Aber da ist halt, ja,
du sagst halt Sportarten, Sponsoring
und solche Sachen, ja, das
nimmt halt Dimensionen an.
Die sind halt,
wo man halt nicht
weiß, ob der Gegenwert
das dann auch wieder gibt.
Ja, und wenn man aber sagt,
okay, jeder hat alles das, was er
zum Leben braucht, dann würden
sich ja eine ganze Reihe Probleme erst mal lösen.
Und dann ist halt
die Frage, wie, was treibt
denn dann die Welt noch an?
Das ist halt die große Frage, ja.
Was treibt denn die Leute
an, dass sie jetzt immer
beschleunigter leben möchten?
Das wissen wir aber sehr viel.
Ja, sowieso.
Ja, das ist ja so der Punkt. Also welche Maßnahmen würden denn eine automatische Entschleunigung geben?
Ich weiß nicht, bildliche Entschleunigung?
Genau, das ist halt die Frage. Ist das machbar? Können wir das überhaupt entscheiden? Schwierig.
Also ich glaube nicht, dass man, also außer, dass jetzt so große Firmen halt freiwillig irgendwo Gelder in Fonds einzahlen, wird man die nicht dazu bewegen können.
Ja, ich glaube, du brauchst halt tatsächlich so eine staatliche Organisation
haben, also du musst halt tatsächlich Steuern irgendwie
für diese Zwecke verwenden, weil
sonst wird das mittelfristig
sehr ineffektiv weiterlaufen mit dem Aquasagen,
was man da halt dann da hat, ja.
Und das muss halt eigentlich die Politik vielleicht dann erkennen
und dann merken, dass das keine
schlechte Idee ist. Also auch aus diesem Google-Zimmer
auf Code-Gedanken her, dass man halt junge Leute
dazu bringt, gute Software zu schreiben
und da kann man dann ja vielleicht ein bisschen
steuern, wer irgendwie so, wie das macht,
dann können sich die Leute alle politisch austoben, aber
vielleicht nicht die schlechteste Idee.
Ja, schon, wobei ich ehrlich gesagt
bei dem Gedanken, dass die Politik da irgendwie
merken muss, dass es da irgendwie ein Problem gibt
und dann entsprechend was dran tut,
dann gucke ich lieber
dann mal in eine andere Richtung, ob es da nicht
auch eine Lösung gibt, weil das wird dann,
ich meine, wenn man sich überlegt, wie lange das
alles dauert, da ist es halt,
da sind wir dann schon nicht mehr
dabei.
Ja.
Ja,
Ja, aber wir haben doch schon gesehen,
dass es da irgendwie viele schöne Sachen gibt.
Haben wir noch irgendwelche Dinge,
die wir unbedingt irgendwie zu diesem Thema sprechen sollten?
Oder irgendwelche Dinge, die Python besonders machen?
Ja, haben wir schon gesagt, Python ist komplett Open Source.
Das haben wir gar nicht gesagt.
Ja.
Aber vielleicht war das ja auch allen schon klar.
Genau, oder dass es halt irgendwie unterschiedliche Lizenzgeschichten gibt.
Und ja, Python, BSD-Lizenz.
Also der Reimann hat zum Beispiel noch nicht so eine MIT-Lizenz gesagt oder sowas, die man ja auch dann einfach ändern und für sich beanspruchen darf und dann kommerziell verwenden darf. Das hörte sich jetzt so an, als wärst du da nicht so der Fan von.
Nochmal, von was? Welche Lizenz?
Von der MIT-Lizenz zum Beispiel.
Also ich nutze die selber nicht in meinen Projekten. Oder doch, ich habe glaube ich auch ein Projekt, was unter MIT-Lizenz ist.
Also vielleicht nochmal für alle, weil der MIT macht halt alles frei, man kann die halt auch frei verwenden, frei verkaufen, man kann auch sagen, das, was ich jetzt mit der Software gemacht habe, mache ich jetzt zu close und kann einfach dann alles tun.
Ja genau, bei MIT kann es dir halt auch passieren, dass du quasi so eine Art Open-Source-Lizenz oder Open-Source-Modell hast, aber gar nicht den Quellcode bekommen musst.
Ja, BSD hätten wir halt noch.
Es ist auch eher so Richtung MIT versucht ein paar Sachen abzufedern.
Da gibt es auch eine unterschiedliche Version,
dass man halt zum Beispiel nicht dann irgendwie
wegen Patentgeschichten belangt werden kann.
Ja, obwohl das im MIT glaube ich auch drin ist.
Ehrlich gesagt, ich bin nicht so der Lizenz-Experte.
Und dann halt die ganzen Copy-Left.
Ich habe ein ungelesenes Buch dazu zu Hause liegen.
Vielleicht soll ich mal reintun.
Ja.
Versuch es mal unter Scroppkissen heute Nacht.
Für diese Folge wird es nichts geben.
Ja, aber ich würde sagen,
habt ihr noch irgendwie einen Punkt, den ihr heute...
Ansonsten können wir ja Pics machen,
wenn ihr... Also ich hätte einen.
Ja, gut, dann
Jochen, bitte Pic.
Ja, ich mache in letzter Zeit ein bisschen mehr
Web-Frontend-Geschichten
und
habe
kommt hier auch aus Düsseldorf
Webworker...
Wie heißt der Podcast? Webworkers-Podcast?
Nee, das ist Webworker-Meetup.
Webworkers-Meetup.
Working Draft
heißt der. Genau.
Ja, auch so ein
Design-Entwicklungs-Podcast
hier auch
aus Düsseldorf, den ich jetzt dann
halt auch ein bisschen mehr höre.
Und da wurde
das Projekt Tiny Helpers
erwähnt, wo man halt
eine Sammlung hat von
sozusagen Single-Purpose-Online-Tools
für Web-Entwicklungsgeschichten.
Und das ist
eigentlich ganz schick. Ganz viel
Zeugs davon ist natürlich eben auch Open Source und
man kann damit halt irgendwie
ja
alle möglichen lustigen Dinge tun,
wie zum Beispiel, weiß ich nicht, irgendwie eigene Webseite
oder die URL dazu reingeben, dann halt mal
die Fonts ändern und gucken, was passiert oder
weiß ich nicht,
irgendwie Farbschemata und
ach, weiß der Teufel, es gibt so viel unterschiedliches
Zeug, wenn man da über diese Webseite scrollt, da ist so viel
Zeug drin und das ist halt... Aber das ist ein Open Source Pick, kein
Python Pick, wenn ich dich richtig verstehe.
Nee, das ist kein Python Pick, das ist eher so ein
genau, ja, ja,
was gibt es da draußen alles an netten
Diensten, Seiten, Software, die man irgendwie verwenden
kann. Ja. Okay, okay.
Ja, Reimann,
hast du auch einen Pick der Woche oder hast du noch eine abschließende
Worte zu der Open Source?
Haben wir vergessen, etwas zu fragen?
Ja, okay.
Also,
während du darüber noch nachdenkst, fange ich vielleicht
einfach mal an mit meinem Pick der Woche.
Und zwar habe ich eine Seite entdeckt,
das ist das Python 3 Modul of the Week.
Da habe ich
bis jetzt noch nicht reingeguckt, aber
das ist das pymodtv.com.
Warum es auch immer
kommen ist, aber da sind halt ganz
viele verschiedene schöne Module
beschrieben, die man sich mal
anschauen kann, wenn man mag.
Oh, okay.
Ja, ich hatte ein schönes Modul
entdeckt. Und zwar hatte
ich die Schwierigkeit,
ich weiß nicht, ob ihr das schon mal
überlegt hat, wie man mit
SVGs als
Template benutzen kann.
SVG-Grafiken,
die du mit Inkscape
schreiben kannst. Inkscape ist ja auch so ein
schönes Open-Source-Produkt.
Und SVGs sind
eigentlich XML-Dateien.
Und
ja, jetzt kannst du dir natürlich
eine tolle Grafik überlegen, wo du dann
in diese SVGs irgendwelche
andere Bild-Elemente einsetzt.
Und
Und ja, das kannst du dir entweder jetzt selber schreiben oder ich habe dann aber durch Suchen herausgefunden, dass es schon jemanden gibt, der das sehr perfektioniert hat.
Und das ist eine Bibliothek, die nennt sich SVG, also SV Glue, also G-L-U-E.
Und da kann man also sehr schön Grafiken, die man mit Inkscape erstellt hat oder die man aus PDF in Inkscape halt verarbeiten kann, einfach noch zusätzlich mit einem weiteren Tag versehen.
Und dann kann man quasi diese Elemente, Rechtecke, Texte einfach per Python-Programm befüllen.
Man hat dann quasi so einen Serienbrief in einer SVG oder kann schöne QR-Codes machen mit tollen Elementen
oder sogar mit einer Logik entsprechend, wie die Funktionen der Webseiten sind.
das hatte mich halt, fand ich
auch wieder sehr toll halt, dass man
einfach in der Python-Welt
einfach mit ein paar Suchworten
das Produkt findet,
was man schon nicht mehr selber programmieren muss.
Man muss sich dann nur noch um die
Sachen halt kümmern
muss, wie man seine
QR-Codes da reinbekommt oder
seine Elemente.
Ja, cool.
Ah, schön, schön. Ja, Cairo SVG, ja.
Okay, interessant.
Ja, cool, danke für den Tipp.
Ja, es war eine sehr spannende
Folge, wieder viel mitgenommen.
Vielen Dank, dass du unser Gast warst heute.
Ja, vielen, vielen Dank.
Ja, danke euch auch.
Und ja, dann würde ich sagen,
das war's für heute.
Bleibt uns gewogen, hört wieder rein.
Wann auch immer ihr uns hört, Tag, Nacht, Mittags,
morgens, auf der Autofahrt,
beim Schlafen gehen, zum Einschlafen.
Ja, eine gute Zeit,
bleibt gesund und wir hören uns.
Alles klar, tschüss.